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An den Seen der Westschweiz

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Am Pfingstsonntag den 31.3 war eine spezielle Fahrt der 241 A 65 angesagt, zusammen mit der 241 P 17 aus le Creusot gab es eine grosse Vorspannfahrt von Genf über Fribourg – Bern – Olten – Brugg nach Basel. Da der Zug mächtig dampf machte, war uns von Anfang an klar, dass wir ihn nicht sehr oft überholen konnten. Wir entschlossen uns deshalb den Zug in der Steigung hinter Lausanne bei Grandvaux zu machen und dann ins Vallée de Joux zu fahren, wo zur Zeit noch der CJ NPZ läuft.

Da wir bereits um 9:30 an der Stelle in Grandvaux zu sein wollten, hiess es für einmal früh aufzustehen. Bereits um sechs Uhr ging ich auf den Zug. In Zürich traf ich dann auf David und je näher wir Lausanne kamen, desto mehr konzentrierte sich die Fotografenschar im Zug. Schliesslich erreichten wir Grandvaux, wo wir noch einige Minuten zur Stelle laufen mussten. An der Stelle angekommen stellten wir fest, dass schon einige Filmer und Fotografen vor Ort waren. Je länger wir standen, desto mehr wurden es. Es waren schlussendlich so viele, dass die Leute aus den umliegenden Häusern kamen und fragten, ob den etwas Spezielles käme. Natürlich kamen vor dem Dampfzug auch noch Regelzüge, diese wurden dazu missbraucht den besten Standpunkt zu finden. Schliesslich stieg eine Rauchwolke am Horizont auf und unter einem riesen Getöse kämpften sich die zwei Maschinen an uns vorbei.
SNCF 241 A der 241 zwischen Grandvaux und Bossière


Währenddem nun alle Fotografen verschwanden, hatten David und ich bis zum Regio noch etwas Zeit für den Planverkehr. Dieser ist an dieser Stelle jedoch recht langweilig, man hat immer die gleichen Standards:
IC 2000
Re 460 der SBB zwischen Grandvaux und Bossière


EW-IV-Pendel
Re 460 der SBB zwischen Grandvaux und Bossière


NPZ
Bt der SBB zwischen Grandvaux und Bossière


Nachdem auch diese Standards abgelichtet waren, ging es weiter auf den Regio nach Vallorbe. Da der Zug in Lausanne einige Minuten Aufenthalt hatte, konnten wir dort auch noch schnell einen Esswarenladen unsicher machen. Schliesslich ging es mit der S2 bis le Day. Dort ging es auf den Regio in Richtung Le Brassus. Leider waren bereits beide Travys NPZ zum Dominoumbau in Yverdon, so dass wir neben dem CJ NPZ mit einem SBB Zug vorlieb nehmen mussten. Wir nahmen den Regio bis Les Charbonnières. Dort suchten wir die Standardstelle am Lac Brenet auf. Da es aber noch eine Stunde gehen sollte, bis der Zug kommen würde, suchten wir noch eine Stelle für die andere Richtung, um den Zug in Richtung Vallorbe quer zu schiessen. Leider taugte die gefundene Stelle jedoch nichts, so dass wir nur den CJ NPZ umsetzen konnten.
RBDe 560 "NPZ" der CJ in Charbonnières


Da nun wieder ein Stunde Ebbe war, liefen wir zur nächsten Station in Séchey. Dort wollten wir den NPZ nachschiessen. Leider war dies aber lichttechnisch unmöglich. So ging es dann mit dem nächsten Zug in Richtung Le Brassus. Der Zug fuhr aber nur bis Sentir-Orient, denn ab dort wird die Strecke gerade saniert. Leider gab es in der Region von Sentir nicht gerade viele Stellen. Wir entschlossen uns deshalb den nächsten Zug an der Ausfahrt der Haltestelle Soliat-Golisse zu fotografieren. Dies war die einzige offene Stelle in der Region, die auch im Licht war. Da gleich hinter der Station eine Baustelle war mussten wir dann ziemlich nah an die Strecke stehen, so dass es vor allem ein Portraitschuss des CJ NPZ wurde. Immerhin konnten wir auf einen Schutthügel der Baustelle stehen und uns so eine erhöhte Position verschaffen.
RBDe 560 "NPZ" der CJ in Soliat-Golissé


Nun war es Zeit mit dem CJ NPZ zu fahren. Wer sich darunter etwas Spezielles vorgestellt hatte, wurde aber enttäuscht. Der NPZ erhielt nämlich nur eine neue Lackierung, sonst ist da noch alles original SBB. Wir fuhren nun mit dem NPZ bis le Rocheray, denn auf der Hinfahrt hatten wir östlich von der Station eine Stelle gesehen. Wir liefen zur Stelle und mussten feststellen, dass die nächste Station Esserts-de-Rive gleich hinter der Stelle gewesen wäre. Da es an der Strecke eine ausserordentlich grosse Haltestellendichte gibt, war dies aber auch nicht weiter verwunderlich. Als wir uns positioniert hatten, ging es dann auch nicht mehr lange und der SBB NPZ kam.
RBDe 560 "NPZ" der SBB in Esserts-de-Rive


Nach dem SBB NPZ vergewisserten wir uns, dass es keine andere Stelle mehr gab, an welchen wir den Zug mit dem Lac de Joux umsetzen konnten. Da es nun wieder eine Stunde bis zum nächsten Zug ging, suchten wir anschliessend das kleine Seerestaurant unmittelbar bei der Station auf. Trotz seiner Abgelegenheit, hatte es doch einige Leute, das Restaurant schien also ein Geheimtipp zu sein. Wir setzen uns hin und verlangten von der Bedienung in gebrochnem Französisch die Dessertkarte. Diese ging zum Nachbartisch und stellte uns einen Luftballon hin. „La Carte Déssert“ meinte sie noch. David und ich schauten uns verwundert an, dann entdeckte ich aber, dass da etwas auf dem Ballon geschrieben war, ich begann zu begreifen, dass der Ballon die Karten war. Wir assen also beide einen Coupe und stellten uns dann wieder an die Stelle für den CJ NPZ.
RBDe 560 "NPZ" der CJ in Esserts-de-Rive


Anschliessend ging es zurück nach Vallorbe. Da wollten wir eigentlich noch zur Brücke rauslaufen, wir hatten aber die Distanz unterschätzt und schafften es daher nicht mehr. So ging es ohne weiteres Bild auf den Bus nach Yverdon, von wo uns der ICN wieder nach Zürich brachte.