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Tour de Suisse für vier Kilometer SOB

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Wie in einem früheren Reisebericht schon einmal angesprochen, hat die SOB derzeit die Re 446 015 für Testfahrten im Wallis vermietet. Auf der SOB waren deshalb auch in der letzten Märzwoche die beiden Re 456 142 und 143 am Zürizug im Einsatz. Am 29. März stand ich deshalb bei der Einfahrt in Einsiedeln und fotografierte den Zug unmittelbar vor der Einfahrt in den Bahnhof.
Re 456 "KTU-Lok" der SOB in Einsiedeln


Am Mittag fährt die Lok vom Zürizug jeweils noch ein Nahgüterzugpaar Einsiedeln - Pfäffikon SZ - Einsiedeln. Dieser Zug ist normalerweise sehr kurz (meist 1-2 Wagen). Da die Vielfachsteuerung der beiden Loks jedoch sehr difficil ist, dürfen sie für den Güterzug nicht getrennt werden. So kam es, dass die beiden Loks an diesem Dienstag solo nach Pfäffikon SZ fuhren.
Re 456 "KTU-Lok" der SOB zwischen Freienbach SOB und Wilen bei Wollerau


Rauf ging es immerhin mit einem Bauzug. Die Last war mit diesen vier Wagen bereits ein Glücksfall.
Re 456 "KTU-Lok" der SOB zwischen Freienbach SOB und Wilen bei Wollerau


Nach dem die Loks den Kran nach Biberbrugg und die Grampmaschine nach Einsiedeln gebracht hatten, waren sie am Nachmittag wieder bereit für den Zürizug, den ich diesmal oberhalb von Samstagern umsetzte.
Re 456 "KTU-Lok" der SOB zwischen Samstagern und Schindellegi-Feusisberg


Für Freitag den 1.4 nahm ich mir die Re 446 015 vor. Morgens früh ging es zusammen mit David einmal quer durch die Schweiz nach Martigny. Ob wir die 446 überhaupt erwischen würden, war dabei nicht klar. Die Infos über die Testfahrten im Wallis flossen nämlich nur spärlich. Als wir kurz nach neun Uhr in Martigny ankamen, stand der Zug jedoch an der Ausfahrt. Erfreut darüber standen wir auf eine Brücke bei Saxon, dies in der Meinung, der Zug würde nach Sion fahren. Kaum an der Stelle kam ein IR mit einer Re 4/4 II, was im Wallis eine Seltenheit darstellt.
Re 4/4 II der SBB zwischen Saxon und Charrat-Fully


Nach dem IR hätte eigentlich der Messzug kommen sollen. Es verstrich jedoch eine halbe Stunde, ohne dass etwas passiert wäre. Dann kam bereits der nächste IR.
Re 460 der SBB zwischen Saxon und Charrat-Fully


Nach dem IR kam der Regio. Diese werden im Wallis ausschliesslich mit Dominos der RegionAlpes gefahren. Die Dinger sind wenigstens ein bisschen speziell, haben sie doch eine leicht andere Lackierung als die Standard-Dominos.
RBDe 560 "Domino" der SBB zwischen Saxon und Charrat-Fully


Der Gegenzug war gar ein doppelter Domino.
RBDe 560 "Domino" der SBB zwischen Saxon und Charrat-Fully


Nach diesen Dominos kam wieder ein IR, dann wäre es wieder Zeit für den Messzug gewesen, abermals kam dieser aber nicht. Es folgten wieder IR und Regio und schon war es 11 Uhr. Nun folgte ein ETR 610 von hinten.
ETR 610 "Cisalpino due" der SBB zwischen Saxon und Charrat-Fully


Nachdem auch der 11:38 IR durch war, strichen wir die Segel und kehrten nach Martigny zurück. Wieder stand der Zug in der Ausfahrt. Wir entdeckten in Messwagen und NDW Leute und wollten diese Fragen, wie denn das Testprogramm aussah. Gerade als wir den Entschluss gefasst hatten, tauchte jedoch der Lf auf. Wir fragten, ob er den deutsch spreche und es stellte sich heraus, dass es ein Berner war. Der ältere Herr meinte dann, man würde um 12:15 nochmals fahren. Die Frage "wohin" beantwortete er mit: "Is Moos use uf Charrat." Aha, die fuhren also nur eine Station weit, da konnten wir noch lange bei der Brücke zwei Stationen weiter warten. Wir sind also wieder ins Auto gehüpft und suchten uns Stellen vor Charrat. Leider gibt es sehr viele Hochspannungsleitungen, die zwischen Martigny und Charrat-Fully unmittelbar neben der Bahn verlaufen. Die gefunden Stelle an der Einfahrt von Charrat vermochte deshalb nicht so ganz zu überzeugen. Trotzdem stellten wir uns auf und warteten, bis der Zug mit 160 km/h an uns vorbei schoss.
Re 446 der SOB zwischen Martigny und Charrat-Fully


Etwas weiter in Richtung Martigny stellten wir uns dann zu einem Foto für die Rückfahrt auf.
Re 446 der SOB zwischen Martigny und Charrat-Fully


Kaum waren wir wieder im Auto, kam der Zug nochmals. Wir fuhren deshalb zur Brücke beim Bahnhof Charrat-Fully. Wie wir nun feststellten, wurde der NDW auf der Höhe des Bahnhofes vom Zug getrennt um zu messen, welchen Bremsweg der alleinfahrende NDW hat. Nachdem der Wagen wieder dran war, drückte die Re 446 015 die Komp wieder nach Martigny zurück.
Re 446 der SOB in Charrat-Fully


Schliesslich fuhren wir noch zum Bahnhof in Martigny, wo der Zug einigermassen fotogen eine Mittagspause machte.
Re 446 der SOB in Martigny


Wie die Messcrew, genehmigten auch wir uns etwas Essbares. Für den Nachmittag brauchten wir nicht mehr zu den Tests zurück zu kehren, wir hatten nämlich schon alle Stellen auf der vier Kilometer langen Strecke erledigt. Trotz nicht mehr so gutem Wetter widmeten wir uns nun dem Mont-Blanc-Express. Erst fuhren wir nach Marécottes um festzustellen, dass die Strasse dort endet. Also zurück nach Martigny und hoch nach Valorcine. Etwas hinter Valorcine stellten wir uns dann ein erstes Mal für den Express.
BDeh 4/8 der TMR zwischen Le Buet und Montroc-le-Planet


Wie sich nun herausstellte, gab es auf der Bahn kaum gute Stellen, so standen wir das nächste Mal schon kurz vor dem Endpunkt in St.-Gervais-les-bains-le-Fayet.
BDeh 4/8 der TMR zwischen Chedde und Servoz


In St. Gervais angekommen wollten wir dann noch einen SNCF-Regio erlegen. Die Sonne verzog sich jedoch immer mehr und so war nicht mehr an ein gutes Foto zu denken. Ohne weiteres Foto ging es deshalb via Genf nach Hause.