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Himmelfahrtskommando in Bella Italia

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Für die Auffahrtstage hatte ich zusammen mit Christof, Nil und David beschlossen nach Italien zu fahren, um uns dort der V200 und einigen anderen speziellen Zügen zu widmen. Beginnen wollten wir das Unterfangen in Faido, wo der ETR 610 und der EC 15 mit der Re 484 abgelichtet werden sollte. Leider machte das Wetter jedoch nicht mit. So ging es weiter nach Capolago. Hier kam immerhin ein ETR 470 und ein FLIRT im Licht.
ETR 470 "Cisalpino" der SBB zwischen Campolago und Maroggia-Melano


RABe 524 "FLIRT" der SBB zwischen Campolago und Maroggia-Melano


Da das Wetter nach dem FLIRT wieder schlechter wurde, entschieden wir uns etwas Kilometer zu bolzen und gleich bis Sermide durch zu fahren. Dort angekommen drückte immerhin die Sonne. Wir suchten uns erst eine Bleibe und fuhren dann zum Bahnhof. Hier war ein Aln 668 gleich beim Parkplatz abgestellt.
ALn 668 der FER in Sermide


Ein Blick ins Depot zeigte Fahrzeuge von drei Staatsbahnen. Neben einem ALn 668 waren noch ein Moped (ex SZ 342) und zwei D 220 (ex DB V200) zu sehen.
D220 der FER in Sermide


Da wir das Depotgelände nicht unbefugt betreten wollten, gingen wir kurz zum Bahnhof und fragten bei der Bahnhofchefin, ob wir denn im Depot fotografieren dürften. Sie meinte, dass sie für diesen Bereich nicht zuständig sei. Da gerade ein Feiertag war, würde da aber auch niemand arbeiten. Die Quintessenz war also: "Ich weiss nicht ob ihr das dürft, da euch keiner sieht, wird es jedoch kaum jemanden stören." Wir verstanden die Message und betraten das Gelände. Dort konnten nun Portraits der beiden V200 geschossen werden.
D220 der FER in Sermide


D220 der FER in Sermide


Nach dieser Aktion stellten wir uns für die Ausfahrt eines Triebwagens in Richtung Suzzara. Das Problem hier war, dass Nil den Fahrplan für "Lavoratori" und nicht "Festivi" anschaute. So kam der erwartete Zug nicht. Weil sich rund zwei Stunden lang kein Rad bewegen sollte, wechselten wir nun an die Hauptstrecke Bologna - Verona. Dort suchten wir rund 30 Minuten nach einer Stelle, die wir bei Revere dann auch fanden. An der Stelle zeigte sich, wie in Italien die Strecken saniert werden. So wurde die alte Einspurstrecke einfach links liegen gelassen und daneben eine neue Doppelspur gebaut. Wieso es an dieser Strecke eine Doppelspur braucht, ist jedoch fraglich. Während etwas mehr als einer Stunden kamen zwei Regios und zwei Frecciargento. Leider kamen dabei die Regios nicht im Licht. Dies im Gegensatz zu den Frecciargento.
ETR 480/485 der FS in Revere


ETR 480/485 der FS in Revere


Da die Strecke Fahrzeug- wie Stellenmässig nicht mehr viel zu bieten hatten, verschoben wir uns wieder nach Sermide. Da das Licht mittlerweile jedoch nicht mehr zu gebrauchen war, gings direkt ins Hotel. Nach einer kurzen Duschaktion bewegten wir uns nochmals kurz ins Dorf. Dort tobte gerade eine Fiesta. Auf dem Dorfplatz standen zwei Militärjeeps, die mit Männern in alten Uniformen besetzt waren. Ausserdem stellten die Black Warriors ihre Airguns aus. Dies alles wurde von einem Alleinunterhalter untermalt, der sich darin übte Klassiker auf seiner Gitarre so zu interpretieren, dass man sie nicht erkennt. Zu Essen gab es Risotto. Da die anderen keine Lust auf Risotto hatten, liefen wir zu einem Pizzabäcker und genehmigten uns eine Pizza.

Als wir am Freitag erwachten schien die Sonne ins Zimmer. Frohen Mutes gingen wir zum Frühstück. Während diesem mussten wir allerdings feststellen, dass schon wieder eine Wolkenfront aufzog. Als wir gegen acht auscheckten, war der Himmel bereits völlig bedeckt. Wir fuhren kurz zum Bahnhof und stellten fest, dass die beiden D 220 die Tags zuvor noch im Depot standen nun an einem langen Güterzug waren. Da das Wetter schlecht war und im Bahnhof nichts ging, entschlossen wir uns nach Tagliata zu fahren, wo wir eine sichere Stelle hatten. Dort angekommen begann die Sonne immerhin wieder zu drücken. Wir fragten uns wie viel wir dem Güterzug wohl abgenommen hatten. Wir gingen von rund 30 Minuten aus, in Wirklichkeit war es jedoch eine ganze Stunde. Dies störte uns aber nicht, denn das Wetter klarte kurz vor dem Zug auf.
D220 der FER zwischen Luzzara und Tagliata


D220 041 der FER in Tagliata de Guastalla


Weiter ging es in San Tomaso della Fossa. Leider waren die Lichtverhältnisse bei der dortigen Kirche alles andere als optimal. Während dies die anderen nicht störte, stellte ich mich in der Kurve hinter der Kirche auf.
D220 der FER in San Tomaso Della Fossa


D220 der FER in San Tomaso Della Fossa


D220 028 der FER in San Tomaso


Als nächsten Programmpunkt mussten wir durch Reggio nell Emilia durch. Hinter Reggio Emilia hatten wir uns eine Stelle bei Pratissolo rausgeschrieben. Zwar überzeugte die Stelle nicht wirklich, doch kam gerade eine G2000.
G 2000 der FER in Pratissolo


Leider wurden nun nicht nur die Stellen schlechter, auch das Wetter wurde binnen Minuten unbrauchbar. Wir verschoben uns trotzdem nach Bosco und stellten uns dort auf. Noch bevor der Güterzug kam, kam ein Regio von hinten. Dieser sollte in Bosco mit dem D-220-Sandwich kreuzen. Noch vor dem Zug kam jedoch der Regen. Trotz des ziemlich starken Platzregens stellten wir uns aber hin und hielten die Kreuzung fest.
D220 der FER in Bosco


Als letzten Punkt fuhren wir noch zum Terminal nach Dinazzano. Obwohl wir gleichzeitig mit dem Zug ankamen, konnte man ihn im Terminal nicht mehr umsetzen. Wir hatten somit eine Pause und kümmerten uns um das leibliche Wohl. Nach einer Stärkung bei einem Burgerbrater schwankte unser Blick zum Himmel. Nil brachte den Vorschlag nach La Spezia zu fahren. Ich wollte trotz unsicheren Wetters noch die Rückfahrt des FER-Zuges machen. Die Entscheidung fiel schlussendlich mit 3:1 zu Gunsten von La Spezia aus. Nach rund zwei Stunden erreichten wir dieses auch. Die Frage war nun, wo denn die Stelle war, die wir in den Cinque Terre hinter La Spezia kannten. Ich war der Meinung die Stelle sei am Bahnhof von Manarola. Also navigierte ich dorthin. Von La Spezia aus fuhren wir relativ weit oben der Steilküste entlang. Dann führte uns das Navi eine steile Strasse hinunter. Mitten drin gab es eine Barriere mit einem Parkplatz. Ohne zu wissen, ob wir richtig sind, stellten wir das Auto auf den Parkplatz und wanderten ins Dorf runter. Währenddem Nil sehr skeptisch war, ob wir hier richtig waren, lief ich durch den Ort und fand die Stelle mit Blick auf den Bahnhof von Manarola recht schnell. Leider war das Wetter an der ligurischen Küste nicht besser, da es jedoch auf dem Meer blaue Flecken gab, entschlossen wir uns zu bleiben und siehe da, nach rund einer Stunde zeigt sich die Sonne tatsächlich auf dem Bahnhof von Manarola. So konnte ein Regio mit E 464 und ein IC mit einer Tartaruga des Typs E 444 festgehalten werden.
E 464 der FS in Manarola


E 444R der FS in Manarola


Nach diesen Bildern führte uns die Reise nach Alessandria, wo wir Tags darauf den Autoslaap aus s'Herzogenbosch machen wollten. Gegen 22 Uhr war es dann geschafft und wir erreichten Alessandria. Im Hotel Europa machte man uns unterdessen einen guten Preis für ein Dreier- und ein Einzelzimmer. Nachdem Checkin ging es noch kurz zum lokalen Pizzabäcker, ehe wir uns hundemüde ins Bett hauten. Am Samstag ging es um 7:30 Uhr wieder zum Frühstück. Danach gings raus an die Strecke nach Novara. Bei miesem Wetter warteten wir auf den Autoslaap der mit einer orangen E 483 der ArenaWays kommen sollte. Leider machte das Wetter aber nicht mit, so kam der Zug im besten Nichtlicht mit einer Re 474 der SBB! Diese Lokrochade wurde nötig weil bei der ArenaWays derzeit ein Lokmangel herrscht. Von unserer ArenaWays-Stelle in Torreberetti ging es nun nach Isola del Cantone. Hier sollte der Russenzug Moskau - Nizza festgehalten werden. Wieder war das Wetter aber alles andere als gut. So entstanden auch hier keine guten Bilder. Nach der Durchfahrt des Zuges stellte sich die Frage: Was nun? Es gab noch eine Stelle an der ligurischen Küste, das wussten wir, nur, wie würde dort das Wetter sein? Es würde! Somit sei auch gesagt, dass wir uns entschieden nach Ligurien runter zu fahren. Bei bestem Wetter erreichten wir Imperia. Nun war nur noch die Frage, wo ist denn die Stelle für den Russenzug? Ich suchte eilig auf dem Navi und war der Meinung, sie müsste westlich von Imperia sein. Als wir dort ankamen, erwies sich dies aber als Fehlanzeige. Nervös suchte ich nun östlich von Imperia und fand den Ort Cervo. Ach sch... das war es. Ich navigierte nun nach Cervo und Chris schmiss sich auch schon auf die Autobahn. Diesmal fanden wir die Stelle, so dass wir gegen 15:20 die Fotoapparate in Stellung brachten. Kaum aufgestellt kam der Zug auch schon. Es war allerdings ein IR und nicht der Russenzug. Dieser musste jedoch auch demnächst kommen, dachten wir.
E 656 der FS zwischen Andora und Cervo-San Bartolomeo


Als er nach rund 45 Minuten nicht da war, wurde uns klar, dass wir ihn um Minuten verpasst hatten. Frustriert und sauer über mich selber (man hätte die Stelle ja vorgängig im Navi programmieren können) liefen wir zum Auto und suchten die Küstenstrecke nach weiteren Stellen ab. Bei bestem Wetter und viel Bahnverkehr scheiterten wir jedoch immer wieder an unseren Ansprüchen. Die ärgerte nun wiederum Chris. So erreichten wir kurz nach 18 Uhr den Ort Pietra Ligure. Dort fanden wir eine Stelle die uns einigermassen zufrieden stellte. Obwohl die anderen wenig motiviert waren, wollte ich an der genannten Stelle immerhin einen Zug machen. Es sollte ein Regio mit 464 sein.
E 464 der FS zwischen Finale Ligure Marina und Pietra Ligure


Nach diesem Zug wollten wir noch kurz warten. Es sollte dann auch noch ein Caimano folgen, leider kam dieser jedoch im Nichtlicht. So traten wir mit einer eher lauen Ausbeute die Heimreise in die Schweiz an.