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Die Eisenbahn des Dschingis Khan - Tag 11 und 12: Ulan Bator - Freienbach

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<b>Mittwoch 11.5.2011 Ulan Bator – Ulan Bator</b>
(Text: Pascal Zingg; Fotos: Pascal Zingg, Christof Hofbauer, Nil Bechtiger)

Um 4:45 klingelte der Wecker. Nomu wollte uns um 5 Uhr zum Flughafen bringen. Als wir pünktlich in der Lobby auftauchten, hatte Nomu schlechte Neuigkeiten. Wegen eines Schneesturms konnte der Flieger aus Moskau nicht landen. Unsere Startzeit wurde daher auf 14 Uhr verschoben. Wir machten mit Nomu aus, dass er uns um 11 Uhr wieder besucht und gingen erneut schlafen. Gleichzeitig wurden auch noch Mails nach Hause geschrieben, dass wir wohl +1 Tag haben werden. Gegen 9 Uhr trafen wir uns dann, wie von Chris am Vorabend prophezeit, zum Frühstück. Um 11 Uhr kehrte Nomu mit schlechten Nachrichten zurück. Der Flug wurde auf 18 Uhr verschoben. Wir fuhren mit Nomu zum Büro der Aeroflot und fragten ob wir nach Zürich umbuchen könnten, da unser Swissflug Malpensa – Zürich mittlerweile verfallen war. Der Junge bei der Flot zeigte wenig Engagement und meinte, wir müssten in Moskau schauen, er könne nichts für uns tun. Nach uns kam ein junger Engländer oder Ami, der ziemlich sauer war, weil die Flot sein Gepäck beim Hinflug fünf Tage verschlampt hatte. Der Flot-Mensch tat nun etwas engagierter, eine Buchung machte er trotzdem nicht. Für die Zeit bis zum Abflug wies uns die Flot ins Hotel Bayan Gol ein. Dort angekommen wusste man jedoch nichts von uns. Nomu musste einige Telefone starten, bis wir endlich unsere Zimmer hatten. An dieser Stelle sei Nomu nochmals für seine Mühe gedankt. Ohne ihn hätte sich der Tag einiges komplizierter gestaltet. Als wir endlich im Hotel waren, spannten wir bis 15 Uhr aus, dann kam Nomu erneut und meinte der Flug sei erneut verschoben worden. Da die Flot nun aber den Transport vom Hotel zum Flughafen organisierte, verabschiedete sich Nomu endgültig. Gespannt über die Dinge, die da kommen mögen, gingen wir nochmals zur Strassenbrücke beim BW. In einer Stunde im kalten Ulan Bator kam eine grün/rote Trommel und ein P-Zug mit 2Zagal.
2M62M der MTZ in Ulan Bator


2Zagal der MTZ in Ulan Bator
Als wir eigentlich schon zu Hause sein mussten, gabs noch Bilder einer Mischtrommel und einer 2Zagal.

Nach dem Ausflug fragten wir an der Rezeption nach Nachrichten für uns, denn Nomu meinte, dass sich die Flot ev. noch wegen der Umbuchung nach Zürich bei uns meldet. Die Flot hatte tatsächlich angerufen, allerdings nicht wegen dem Flug. Man lud uns zum Essen in ein ukrainisches Restaurant ein. Zusammen mit vier anderen Gestrandeten fuhr uns ein Angestellter der russischen Botschaft ins Restaurant. Dabei erfuhren wir, dass unsere vier Kollegen schon einige Stunden ratlos am Flughafen waren. Dies blieb uns dank Nomu erspart. Nach dem leckeren Essen wurden dann auch klar, dass der Flieger aus Moskau unterwegs war. Da sich die Flot nicht mehr gemeldet hatte, hiess es nun Anschlüsse in Malpensa checken. Schliesslich hatte ich am Donnerstag Abend noch einen Termin, den ich unbedingt erreichen wollte. Dies würde jedoch nur klappen, wenn nun alles glatt ging. Der Rest des Abends war ein Totschlagen der Zeit, wobei ich meine Berichte nachführen konnte. Um 22:30 Uhr ging es dann tatsächlich los. Mit dabei auch Mr. Inkopetent von der Flot. Am Flughafen gings sofort zum Check-in. Doch halt, wir mussten noch unsere Anschlussflüge umbuchen. Man verwies uns ins Büro der Schrott und wer sass da? Richtig, Mr. Inkompetent vom Aeroflot-Büro vom Mittag, der mit uns zum Flughafen rausfuhr. Er haute ein bisschen auf seiner Tastatur rum und verteilte Fresszettel. Die hätte man natürlich nicht vorbereiten können und im Bus verteilen. Auch ein Hinweise man müsse noch zu ihm ins Büro kommen, war wohl zu viel verlangt. Immerhin klappte nun der Flug, so verliessen wir Ulan Bator um 1:20 mit ca. 18 Stunden Verspätung.

<b>Donnerstag 12.5.2011 Ulan Bator – Freienbach</b>
(Text: Pascal Zingg; Fotos: Pascal Zingg, Christof Hofbauer, Nil Bechtiger)

Nach so viel Aufregung war der Rest der Reise ein Klags. In Moskau angekommen fragten wir noch einmal wegen der Umbuchung, wobei die Dame von der Flot meinte, die einzige Möglichkeit sei ein neues Ticket zu buchen, dies könne sie jedoch nicht, wir müssten dies draussen tun. Nur wie kommt man raus ohne Visum? Wir könnten es ja im Flughafen per Internet versuchen meinte die Dame. Genau! In der Transitzone ein Ticket buchen und uns dann von der Transitzone einchecken, das tönt ziemlich logisch. Wir liessen es sein und schlugen die Stunden tot, die wir nun in Moskau Sheremtyevo warten mussten, bis der erste Flieger nach Mailand ging. Immerhin ging bald die Sonne auf und man konnte ein bisschen Flieger durch die Scheiben fuzen.
Moskau Sheremtyevo


Moskau Sheremtyevo
Aus lauter Lagngeweile begannen wir in Moskau mit dem fotografieren der Flieger.

Ausserdem musste noch der Vaucher aufgebraucht werden, den uns die Flot für die Unannehmlichkeiten zur Verfügung stellte. Schliesslich bestiegen wir den Flieger nach Mailand. Dort angekommen bekamen wir schnell unser Gepäck. So schafften wir ohne Probleme den Bus nach Lugano. Von dort ging es mit dem Zug über den Gotthard, so dass wir mit rund 22 Stunden Verspätung in der Heimat ankamen.


Tag 10: Nalaich - Ulan Bator