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Marokko 2011 - Wüste und schöne Züge - Tag 7: Nador - Fès

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Samstag 8.10.2011 Nador – Fès
Wieder begann der Morgen mit dem Nachtzug. Diesmal jedoch ohne Frühstück im Hotel. Das Frühstück gabs on the Fly im Auto. Anschliessend schossen wir den Nachtzug zwischen Melga el Ouidane und Hassi Berkane.
DH 350/370 (EMD GT26CW-2) der ONCF zwischen Melga el Ouidane und Oulad Rahou
Der Nachtzug nach Nador zwischen Melga el Ouidane und Hassi Berkane. Das Zelt unter dem Baum gehört einem Streckenarbeiter, der hier die Nacht verbrachte.

Von dort ging es auf die Autobahn bis kurz hinter Taza. Hier kannten meine beiden Begleiter eine Stelle, an welcher der Zug aus Oujda geschlachtet werden sollte.
DH 350/370 (EMD GT26CW-2) der ONCF zwischen Oued Amlil und Matmata
Der Tagzug aus Oujda kurz hinter Taza. Man beachte die Pfeiler im Hintergrund, sie gehören zu einer alten Trasse.

Weiter ging es an der Barrage Idris 1er, wo wir den Gegenzug nochmals an der gleichen Stelle wie am Dienstag erlegten. Der Unterschied zum Dienstag war allerdings, dass der Zug diesmal im Licht kam.
DH 350/370 (EMD GT26CW-2) der ONCF zwischen Matmata und Et-Touabaâ
Der Gegenzug auf einer Brücke an der Barrage Idris 1er.

Nach dem Foto gings zurück zum Auto, wobei Nil noch seine soziale Ader auspackte und ein paar Schulkindern noch eine Flasche Wasser spendierte. Für den Zug aus Nador suchten wir uns eine Stelle mit Schatten, an welcher wir die zuvor gekauften gekühlten Getränke genossen. Kaum abgesessen, kam ein Schäfer mit seinen Tieren und gesellte sich zu uns. Da ich noch austreten musste, verschwand ich kurz in die Büsche. Als ich wieder kam, war der Schäfer weg. Nil meinte, dass er Geld wollte, worauf ihm Nil sein Cola spendierte. Leider war der nachfolgende Zug aus Nador wieder mit einer grünen DF und nicht wie erhofft mit einer rot-beigen bespannt.
DF 115 der ONCF zwischen Matmata und Et-Touabaâ
Der Tagzug aus Nador an der Barrage Idris 1er. Die braune Fläche im Hintergrund ist einmal mehr der ausgtrocknete See.

Kaum war der Zug durch, sassen wir nun aber im Auto um ihn zu verfolgen. Kurz vor Fès gab es zwei Stahlbrücken, die wir noch umsetzen wollten. Wir fuhren über die Landstrasse und kamen an eine Autobahneinfahrt. An dieser waren wir der Meinung, dass sie schneller sei als die Landstrasse, also rauf auf die Schnellstrasse. Die Autobahn war zwar schneller, doch hatte sie keine Ausfahrt, die uns etwas genützt hätte. So spuckte uns die Autobahn in einem Aussenquartier von Fès aus und wir mussten schauen, wie wir nun wieder zur Strecke kamen. Dort angekommen war sicher, dass der Zug nach Fès durch war. Was uns noch blieb war der Zug nach Oujda. David und Nil wollten diesen in der Nähe von Fès schiessen. Mit gefiel ihre Stelle allerdings nicht, ausserdem hatte ich noch eine Stelle bei der Kehre im Gedächtnis, die ich noch umsetzten wollte. Ich setzte die beiden also aus und fuhr zur Kehre. Dort war die Frage, wie man zu Stelle kommt. Ich probierte einen Weg auf der unteren Ebene und wurde über einen mehr oder weniger guten Kiesweg gleich zum Ziel geführt. Schell war die Stelle evaluiert und als gut befunden. Nun setzte ich mich in den Schatten einiger Büsche. Dies hatte den Vorteil, dass mich der Schäfer nicht sah, der gerade mit seinen Viechern vorbei zog. Von meiner Position aus, sah ich jedoch wie die Schafe nun beim Auto weideten.
DH 350/370 (EMD GT26CW-2) der ONCF zwischen Sidi Harazem und Aïn-es-Sbite
Der abendliche Schnellzug nach Oujda in der Kehre kurz vor der Barrage Idris 1er.

Ich machte den Zug und kehrte dann zum Auto zurück. Dort angekommen, sah ich allerdings nur Schafe und keinen Schäfer ich packte meine Kamera aus und machte ein Bild von den Tieren, worauf sich etwas buntes im Gras bewegte. Der Schäfer lag auf dem Boden und hielt ein Nickerchen, als er mich bemerkte, drehte er sich ab, er wollte wohl nicht fotografiert werden. Zurück im Auto sammelte ich die anderen auf. Gemeinsam ging es ein weiteres Mal ins Ibis am Bahnhof in Fès.


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