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Frühling im Baltikum - Teil 1

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Tag 1: 29.04.2012 Weiden – Lomza

Kann man beim zweiten Mal schon von Tradition sprechen? Wohl kaum, aber der Anfang ist auf alle Fälle gemacht! Und so fand der Frühlingsauftakt, wie schon im letzten Jahr, auch heuer wieder an der russischen Breitspur statt.
Doch anstatt in der winterlichen mongolischen Steppe bei Schnee und Frost zu frieren, zogen wir dieses Mal das frühlingshafte Baltikum vor. Nicht ganz so exotisch, dafür aber mit anderen Reizen.

Auf jeden Fall war die Anreise unkomplizierter. Wenigstens für mich! Ich konnte gemütlich auf der heimischen Couch warten bis das Schweizer Abholkommando in Person von Pascal und Nil gegen Mitternacht bei mir eintraf. Lag es an der kurzen Nacht, der bevorstehenden langen Fahrt oder der noch nicht abgeschlossenen Diskussion „Wolsztyn oder nicht“, jedenfalls konnten wir uns am nächsten Morgen nur schwer aufraffen den Frühstücktisch zu verlassen.
Naja, wenigstens hatte sich damit schon die erste, und schwierigste, Frage der Tour geklärt. Während Pascal nämlich unbedingt in Wolsztyn einen Zwischenstopp in Sachen Dampf einlegen wollte, meidet Nil diese „Traktionsart“ wie die Pest. Ich zu guter Letzt, war hin und hergerissen zwischen der schönen Helena und der Aussicht bei einem Stopp an einer Hauptstrecke eine der EM-EP09 zu erwischen.

Durch die verspätete Abfahrt stand fest, die Dampfzüge in Wolsztyn sind nicht mehr zu schaffen, also geht’s auf direktem Wege nach Osten. Kurz nochmal getankt und dabei in eine Kolonne aus mindestens 50 Motorrädern geraten, die auf dem Weg zu einer Wahlfahrt waren und dann los.

Über Hof, Dresden, geht’s nach Görlitz und dann durch Schlesien, dem Land eines Teils meiner Vorfahren, vorbei an Wroclaw und Opole. Dort müssen wir runter von der Autobahn. Von nun an geht’s zwar langsamer, dafür kreuzen wir immer wieder Eisenbahnstrecken. Und so stecke ich, während Nil hinter dem Steuer sitzt, die Nase ins Kursbuch, immer auf der Suche nach einer Möglichkeit quasi im Vorbeigehen das erste Eisenbahnbild des Urlaubs zu machen. Und dies gelingt schließlich im kleine Örtchen Lisowice, denn nur wenige Minuten nach uns soll ein Regio durchkommen. Also hinter dem Bahnübergang kurz an den Rand gestellt und Position bezogen. Da schlägt auch schon die Glocke am Bahnübergang an und langsam, gaaaanz langsam, unendlich langsam kriecht ein Kibel-Doppel an uns vorbei.



EN57 2019 der PKP in Lisowice

EN 57-2019 und EN 57-1526 rollen als R-64044 nahe Lisowice gemächlich durch die polnische Provinz.


Die Streckenhöchstgeschwindigkeit ist hier wirklich enorm niedrig. Wir können in aller Ruhe zum Auto schlendern, unsere Fotosachen verstauen und den kleinen Ort durchqueren, und sind immer noch schneller wie der Zug. Nochmal erlegen? Nein, schließlich haben wir ja noch eine ganz schöne Strecke vor uns und die „große Pause“ an einer Hauptstrecke steht ja auch noch an. So passieren wir auch eine wartende ET22 ohne Halt, der entgegenkommenden ex CD 182 können wir sowieso nur nachschauen. Noch durch Czestochowa und dann geht’s in Gorzkowice an die E-Strecke. Große Pause mit Unterhaltungsprogramm. Als Fotostelle eignet sich zwar nur der Bahnhof. Der sieht aber mit seinem Stellwerk und dem Bahnübergang recht nett aus. Die Sonne kämpft sich noch tapfer durch den Dunst und das Kursbuch verrät, dass jetzt einiges an Verkehr ansteht. Dann mal los:



EP07 361 der PKP in Gorzkowice

Den Anfang macht TLK-14100, der, gezogen von EP07-361, wie alle anderen Züge gen Süden mit rund einer halben Stunde Verspätung den Bahnhof durcheilt.



EN57 1752 der PKP in Gorzkowice

Nach kurzem Halt verlässt Regio R-14033, gebildet aus EN57-1752, den kleinen Bahnhof.



EU07 468 der PKP in Gorzkowice

Aber auch Güterverkehr gibt es zu bewundern. EU07-468 zieht einen Zug aus offenen Vierachsern in Richtung Czestochowa.


Während der ganzen Zeit gibt es natürlich auch Züge von Süden her, die sich aufgrund des Sonnenstandes aber nur als Quer- oder Nachschuss ablichten lassen können. Einen solchen will ich hier in die Bilderserie mit einbauen.



182 081 der CTL in Gorzkowice

Tschechisch von Lok bis Wagen. Die ex-CD 182 081 -0, nun in Diensten von CTL, zieht einen rein aus tschechischen Wagen gebildeten Kesselzug nach Norden.



EN57 1305 der PKP in Gorzkowice

Den Abschluss des Fototages sollte der „Interregio“ bilden. Wir hatten auf weiß Gott was gewartet, gekommen ist aber „nur“ ein Kibel-Doppel in Form von EN57-1305 und EN57-1012, welches an diesen Abend den R-13133 bildete.


Zwar keine EP09 im EM-Kleid dabei, was auch nicht zu erwarten war, aber die Ausbeute kann sich für den kurzen Stopp durchaus sehen lassen. Nun heißt es aber wieder einpacken, bis Lomza ist noch ein langer Weg. Zwischendrin muss für die Reisenden auch noch etwas Nahrung zugeführt werden, was in einer Filiale eines weltweit operierenden Fast-Food-Unternehmens geschieht. Mittlerweile ist es Nacht geworden und das Fahren wird langsam etwas mühsam. Da kommt so ein Highlight wie die Straße direkt am Flughafen Warschau, über die die Flugzeuge in geringer Höhe bei den Landungen hinwegrauschen, als Wachmacher gerade richtig. Hinter der polnischen Hauptstadt wird es dann endgültig provinziell und holprige, ausgefahrene Straßen mit spärlicher Beschilderung führen uns nach Nordosten. Derweil ziehe ich Nil damit auf, dass er unsere Übernachtung ausgerechnet in einer Stadt ohne Bahnanschluss gebucht hat, vertrauend auf meine Straßenkarte, zeigt sie doch keinen Schienenstrang an. Doch was ist das? Kurz vor Lomza überqueren wir spärlich blank geputzte Gleise. Hm, das muss noch genauer ergründet werden.
Weit nach zehn kommen wir am Hotel, einem spätsozialistischem Nutzbau, an. Nachdem der Nachtportier und der Wachmann aus ihrem Dämmerschlaf geweckt sind, können wir schnell die Zimmer beziehen. Der Eindruck von Gängen, Zimmern und Einrichtung vermittelt den Eindruck, dass schon Generationen von Kadern dort genächtigt haben. Und nicht nur der Sozialismus, nein auch die Matratze hat sich schon vor längerem verabschiedet. Das Probeliegen verrät, dass drückt durch bis auf den Rahmen. Fazit: Alt, extremst abgewohnt, aber sauber.
Während Nil noch am Laptop sitzt, versuche ich schon ins Traumland abzutauchen, was mir nicht richtig gelingen will. Im Zimmer ist es warm, also Fenster auf und den lautstarken Durchgangsverkehr genießen! Na dann……..gute Nacht!



Tag 2: 30.04.2012 Lomza – Kaunas

What a night! Mehr als vier Stunden Schlaf warens nicht, die ich auf die Augen bekommen habe. Mit dementsprechend hängenden Augenliedern gings zum Frühstück, das sich nahtlos in den Gesamteindruck des Hotels einreihte und mich irgendwie an Aufenthalte hinter dem Eisernen Vorhang in den 80ern erinnerte.

Die Sichtung der Schienen gestern Nacht hat uns nicht in Ruhe gelassen und Pascal hat gestern nochmal im Netz recherchiert. Er ist ja da Spezialist und hat tatsächlich etwas aufgetan. Die Strecke wird wohl im Güterverkehr noch bedient und er erzählt beim Frühstück etwas von SM42er Doppel. Während meine Kreditkarte zwecks Abrechnung anderweitig beschäftigt ist, schaue ich mir an der Rezeption den Stadtplan an. Aha, der Endbahnhof ist gleich ein paar Straßen weiter. Also nichts wie hin und einen kurzen Rundguck gemacht. Die frische Morgenluft am Weg zum Auto weckt die Lebensgeister und der Blick an den Himmel lässt Freude aufkommen! Nur leicht verschleiertes Blau.

Dank Navi kommen wir problemlos Richtung Gleise. Ist schon ne feine Sache. Sollte ich mir als alter Kartenfahrer doch auch mal zulegen. Nur, wo der Bahnhof vermutet wurde erstreckt sich ein etwas komischer Wochenmarkt, der mich stark an die Vietnamesen Märkte hinter der Grenze erinnert. Komisch auch, dass die Waren alle von hinten her über das Ödland herangetragen werden.
Trotzdem steige ich mal aus, obwohl zuerst gar keine Schiene zu sehen sind und siehe da, die Reste eines Bahnsteiges tun sich vor mir auf, dann Gleise und, als ich eigentlich schon umdrehen will, tatsächlich, ums Eck steht eine Lok im Nirgendwo. Schön blau steht sie da in der Sonne und lässt sich bereitwillig ablichten. Super, somit ist der Start in den Tag „im Ort ohne Eisenbahn“ geglückt.



SM42 350 der PKP in Łomża

SM42-350 sonnt sich, mitsamt der Lok- und Rangiermannschaft, in den Überresten des Bahnhofs von Lomza.


Während wir, beäugt von einigen zwielichtigen Gestalten die sich etwas in ihrem Treiben beobachtet zu fühlen scheinen, wieder abdampfen, genießt die Lok und ihre Besatzung noch die Pause von neuen großen Taten.

Für uns geht es nun ab in Richtung Grenze. Gut eineinhalb Stunden Fahrzeit liegen noch vor uns. Und während wir uns Augustow nähern, kommt das Kursbuch wieder zu Einsatz. Mal schauen, was so läuft. Gut, ich geben zu, die Vorbereitung der ersten eineinhalb Tage war nicht sonderlich professional, was einfach der Tatsache geschuldet war, dass die letzten Arbeitswochen sehr stressig und zeitintensiv waren. Kann man halt nicht ändern, dafür aber das Beste daraus machen. Und siehe da, dass Glück ist uns hold. Zuerst steht ein Region von Suwalki her an, dann kommt der Litauenzug von Süden. Schnell ist ein Bahnübergang im Wald ausfindig gemacht, den wir über eine Hoppelpiste zeitlich punktgenau erreichen. In der Hoffnung auf eine ausgefallene Bespannung verbringen wir die wenigen Minuten bis zum Zug mit der Betrachtung einer plattgefahrenen Schlange und lauschen den Ausführungen von Nil über die baltische Viper!



SA133 009 der PKP in Szczepki

Hm, etwas anderes hätte es unserer Meinung schon sein dürfen. Doch anderseits, so schlecht macht sich SA133-009, der nahe Szczepki als R-79822 daherkommt, nun auch nicht.


Perfekt! Jetzt heißt es ein Problem lösen. Der Zug nach Litauen kommt von Süd-Osten her und damit meist aus dem Licht oder zumindest mit massiver Frontschattengefahr. Also suchen wir mittels Navi und Karte eine Stelle, an der die Strecke in die Sonne dreht. Dabei gilt es die Fahrzeit nicht außer Acht zu lassen. Nicht das wir den Schnellzug noch überfahren. Ein Stück unterhalb von Augustow sollte sich eine solche Chance ergeben. Also nichts wie los.

Nach einem kleinen Stück durch den Wald sind wir bald wieder an der Strecke und am ersten möglichen Punkt, nur um festzustellen: Ja, es würde gehen. Aber nur mit einem Querschuss.
Nil meint noch zu mir, ob ich wüsste wie lange der Zug sei. Ich antworte: „Nö, aber mehr als zwei Wagen glaub ich nicht.“ Würde hier reichen, aber ……. Gut das wir gefahren sind, was anderes suchen. Das was andere gibt es dann bei Kamienna Stara. Dort dreht die Strecke kurz mal besser ins Licht und ist gut erreichbar. Zum Glück ist hier auch das Blickfeld weiter wie an Stelle eins, denn kaum taucht der Zug mit einer Viertelstunde Verspätung auf, bemerken die beiden anderen lautstarkt: „Von wegen zwei Wagen, der ist deutlich länger.“



SU45 118 der PKP in Kamienna Stara

Ganz hat es für Licht auf der Schnauze nicht mehr gereicht. Aber der schöne Zug und eine SU45 als Zuglok machen das locker wett. Nicht langsam ist SU45-118 mit dem I-10011 bei Kamienna Stara unterwegs.

Pascal möchte den Zug aber nochmal mit Licht von Vorne. Die einzige Chance gibt es dazu hinter Suwalki. Daher machen wir uns gleich wieder auf den Weg.

Eine kleine Bemerkung nebenbei. Die Strecke unterhalb Augustow ist wunderschön. Nur schade, dass hier so wenig Betrieb ist. Hier ein paar Güterzüge, gezogen von Trommeln…… *träum*.

Eigentlich sollte die Zeit reichen um hinter Suwalki dann Zug nochmal zu erwischen. Doch als wir auf unserem Weg zur Fotostelle am Bahnhof vorbei kommen, zeigt sich dieser erschreckend leer. Die polnischen Eisenbahner haben wohl beim Umspannen einen Zahn zugelegt und damit unseren Zeitpuffer aufgebraucht. Sch…! Zu allem Überfluss verschwindet auch noch die Trommel, die wir gesichtet haben, kaum dass wir den Bahnsteig erreicht haben mit angehängter SM42 gen Süden! *grmbl* Der erste kurze Stimmungsknick auf dieser Tour.

Zum Trost gibt’s auf der nahen Tanke Eis und Brotzeit für uns und Benzin für das Auto. Denn nach der polnische Ouvertüre geht es jetzt richtig los: Russische Breitspur im Baltikum!

Nach dem Tanken und Abkühlung per Eis nehmen wir die letzten Kilometer hinüber nach Litauen in Angriff. Dank Schengen ja kein Ding, es sei denn, gleich hinter der Grenze würde der Zoll sich nicht für alle Reisenden und ihre Papiere interessieren. Die Kontrolle fällt aber eher lustlos aus, denn während ich noch nach meinem Pass krame, werden wir schon wieder weiter gewunken. Kurz haben wir überlegt, dass wir nach Sestokai rüber fahren und dort versuchen den Schnellzug zu erlegen oder die Normalspurtrommel, doch der zeitliche Aufwand dafür scheint uns zu hoch. Wir wollen endlich an die Transitstrecke. Da Nil bereits vor fünf Jahren hier intensiv unterwegs war, vertrauen wir seinen Kenntnissen und düsen nach Kazlu Ruda, dort wo die Nebenstrecke nach Sestokai abzweigt.

Dort angekommen stellt sich ein Problem. Die Füßgängerbrücke über die Bahnhofsgleise ist auf beiden Seite vergittert. Hm, nicht gerade optimal, aber mit einigen Kniffen sollte es machbar sein.

Erster Zug auf dem Bildfahrplan war ein Güterzug, der sich aber nicht blicken ließ. Gut, die diesbezüglichen Angaben hatten wir von vorneherein nur als Richtwerte angesehen. Pünktlich ließ sich dagegen der Personenzug 695 nach Kybartai sehen und auch fotografieren.



DR1AM 4501 der LG in Kazlų Rūda

DR1A 4501 ist als Personenzug 695 nach Kybertai am Hausbahnsteig von Kazlu Ruda zum Halten gekommen.


Nun war wieder Pause, bis von hinten die Leistung aus Sestokai anstand, die den Anschluss an den fotografierten Polenzug bildet.



DR1AM 3183 der LG in Kazlų Rūda

DR1A 3183 läuft aus Sestokai kommend, als 394 in den Bahnhof von Kazlu Ruda ein.


Den Triebzügen der Reihe DR1A steht die neue Lackierung der LG recht gut. Etwas befremdlich ist das Motorengeräusch. Hatte ich mir es doch aufgrund der Größe und imposanten Erscheinung eher etwas „wuchtiger“ vorgestellt.

Wieder war Ruhe angesagt und wir mussten feststellen, dass nicht wirklich viel auf dieser Transitstrecke zu rollen schien. Gut nur, dass man in Ruhe dösen oder ratschen konnte, waren doch die Züge schon rund 10 Minuten vor Durchfahrt am Ende der Geraden zu sehen bzw. erahnen. Die Geschwindigkeit in diesem Bereich, und erst recht im Bahnhof, ist doch sehr überschaubar. Endlich ließ sich nun auch der erste Güterzug sehen.



2M62M-566 der LG in Kazlų Rūda

Schmuck sieht sie aus, die 2M62M-0566, die mit einem Transitgüterzug am Haken durch den Bahnhof von Kazlu Ruda schleicht.


Wieder war eine halbe Stunde Pause…….irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt……bis endlich der nächste Personenzug wieder Bewegung in die Sache brachte. Still und leise hatte ich ja für die Leistung nach Marijampole auf einen D1 gehofft. Und was sich am Ende der langen Gerade zeigte war auch alles andere als ein DR1A, doch die LG zeigte sich deutlich moderner als erhofft und präsentierte uns mit dem 620M einen Vertreter der neuen Fahrzeuggeneration.




620M-016 der LG in Kazlų Rūda

Nach kurzem Zwischenhalt fährt 620M-016 als Personenzug 685 weiter in Richtung seinem Ziel Marijampole.


Da ansonsten in Sachen Personenverkehr nichts anstand und wir uns nicht auf den Güterverkehr verlassen wollten, kam die Idee auf, für die Rückleistung des Triebwagens eine schöne Stelle an der Strecke zu finden. Stelle 1 gefiel uns allen nicht so recht. Für Stelle 2 konnte nur ich mich begeistern, Pascal verblieb derweil bei Stelle 3 und Nil suchte sich etwas ganz anderes. So kam es, dass wir fein verteilt in der Landschaft die Rückleistung des schon bekannten Triebwagens aufnahmen.



620M-016 der LG in Bebruliškė

Hier meine Variante mit Pferd und Triebwagen. 620M-016 durchquert als Personenzug 686 auf dem Weg nach Kaunas bei Bebruliske die ausgedehnten Wälder.


Zu Fuß ging es zurück zu Pascals Standort. Vorbei an mehreren totgefahrenen Schlagen, was meine Bereitschaft in die nächste Wiese zu laufen doch etwas sinken ließ. Nachdem uns Nil wieder aufgesammelt hatte, gings zurück nach Kazlu Ruda. Schließlich hatten wir als Fixtermin noch die Abholung von Philipp am Flughafen von Kaunas und bis dahin war noch einige Zeit sionnvoll rum zu bringen. Nach einem Einkauf und etwas Stellensuche landeten wir wieder auf unserer Brücke, diesmal nur am anderen Ende. In der Abendsonne hieß es warten auf die Dinge die da kommen. Und sie kamen in Form je einer Doppel- und einer Einzel-Trommel.



2M62M-1162 der LG in Kazlų Rūda

Im Abendlicht schleicht 2M62M-1162 mit einem Transitgüterzug in Richtung Oblast Kaliningrad.



M62K-1150 der LG in Kazlų Rūda

Auf dem Weg nach Sestokai ist Einzel-Trommel M62K-1150.


Elendiglich lange hatte es gedauert, bis der Güterzug in Richtung polnischer Grenze in und durch den Bahnhof war. Doch für uns hatte es gereicht und so konnten wir den Tag mit einem schönen Foto abschließen.
Jetzt hieß es ab zum Flughafen und den Vierten im Bund abholen. Phillip war via Tallinn von der Schweiz her angereist. Der Airport in Kaunas ist recht überschaubar und so hatten wir keine Probleme unseren Mitreisenden zu finden und aufzusammeln. Gepäck verstaut, ab in die Stadt gedüst und die Hotelzimmer bezogen, die Nil gestern schon voraus gebucht hat.
Beim späten Abendessen ließen wir den Tag etwas Revue passieren und planten für Morgen. Der Plan sieht erst einen Besuch an der Güterumfahrung vor, dann wollen wir die Transitstrecke und die Route nach Klaipeda unsicher machen.

Der Auftakt war schon mal nicht schlecht, aber eindeutig ausbaufähig. Und ich kann eines versprechen, die nächsten Tage gabs eine Steigerung.