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Auf der Suche nach Schlumpfine - Teil 3: Es brüllt die Brille

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Freitag 4.10.2013 Liberec – Liberec
Für Freitag hatte ich mir einen Ausflug auf die KBS 032 Jaromer – Trutnov gewünscht. Bevor wir dorthin fuhren, wollten wir eigentlich das Frühstück im Hotel testen. Dann fand ich jedoch eine gute Morgenstelle bei Cerveny Kostlec, die uns veranlasste schon gegen halb sieben aufzubrechen. Unglücklicherweise meinte das Navi allerdings, wir hätten ein paar Minuten länger nach Cerveny Kostelec, als dies google angesagt hatte. So war nun stressen angesagt. Als ich bis rund 70km vor dem Ziel die Ankunftszeit etwa auf der Zeit des Zuges hatte, begann ich innerlich aufzuatmen, das würde nun reichen. Just in diesem Moment fuhren wir allerdings in eine Baustelle rein, die uns fast 10 Minuten kostete. Immer mehr wurde nun klar, dass es wohl doch nicht mehr reichen würde. In Cerveny Kostlec sahen wir schliesslich den Zug bereits im Bahnhof stehen. Wir stressten auf die andere Seite des Ortes um zur Stelle gelangen. Dort stellten wir fest, dass uns zelpage wieder einmal eine Baumstelle serviert hatte. Chris fragte dann nach dem Gegenzug. Der müsste eigentlich auch gleich kommen. Nur wo machen wir den? Hinter Cerveny Kostlec! Dort drehte die Strecke so stark ins Licht, dass man einen Südfahrer machen konnte. Bei Olesnice ging es dann auf Stellensuche. In der Eile liess sich jedoch kein wirklich gutes Motiv finden, so dass wir auch diesen Rychlik ohne Bild ziehen liessen. Was nun folgte war der Spesny Vlak. Die Spesny werden auf der KBS 032 von 854ern geführt. Wir stellten uns also beim Bahnübergang an der Ausfahrt von Cerveny Kostlec auf. Derweil schaute Chris in sein schlaues Güterzugbuch. Das Buch wies zwar nur einen Zug aus, dieser sollte aber in rund einer Stunde mit Brillen-Doppel kommen. Die Stelle für den Zug war eigentlich schon gebucht, da begann der Bahnübergang zu bimmeln. „Ist das schon der Sp“, fragte ich. „Nein, das ist definitiv zu früh“, entgegnete Chris. „Das wird wohl schon der Güterzug sein“, führte er weiter aus. Kaum gesagt kam der Zug auch schon ums Eck gebogen. Während Chris gegens Licht schoss, hoffte ich vergeblich auf Schub. Danach gabs nur noch eins: Ab ins Auto und hinterher. Wir kamen gerade zum Übergang am Bahnhof, da waren die Schranken schon unten. Als dann auch noch das Brillen-Doppel angerauscht kam, schauten wir uns fragen an: „Die haben den doch nicht etwa durchgelassen?“ Nein, wenig später erkannten wir, dass die Loks alleine unterwegs waren. Sie mussten hier noch einen Wagen drauf rangieren. Dies bot uns die Gelegenheit die Loks beim Umsetzen fest zu halten.
Baureihe 750 "Taucherbrille" der CD in Cerveny Kostelec

Baureihe 750 "Taucherbrille" der CD in Cerveny Kostelec


Anschliessend ging es weiter in Richtung Süden. Da sich der Güterzug auch noch vom Spesny nach Süden überholen liess, hatten wir nun etwas Vorsprung. Leider verläuft die Strecke bis Starkoc zumeist im Wald. Weil der Zug danach aus dem Licht drehte, stellten wir uns in Starkoc auf. Immerhin kam es hier zu einem netten Gruppenbild mit den herumstehenden RegioNovas.
Baureihe 750 "Taucherbrille" der CD in Starkoc

Baureihe 750 "Taucherbrille" der CD in Starkoc



Kaum war der Güterzug weg, musste man sich schon wieder etwas für den Rychlik nach Süden überlegen. Da es zwischen Cerveny Kostelec und Starkoc bekanntermassen nicht viel gab, entschieden wir uns den R ebenfalls in Starkoc zu erlegen.
Baureihe 750.7 der CD in Starkoc

Baureihe 750.7 der CD in Starkoc


Nach diesem erfolgreichen Programm hatte ich mir eine Stelle bei Suchovrisice markiert. Diese entpuppte sich nach langem Suchen jedoch als weitere Baumstelle. Wir variierten deshalb ein bisschen und Standen für den nächsten Rychlik ziemlich quer.
Baureihe 750.7 der CD zwischen Velke Svatonovice und Suchovrisice


Weiter ging es in Velke Svatonovice, hier wurde der nächste Sp festgehalten.
Baureihe 854 der CD zwischen Male Svatonovice und Velke Svatonovice


Nun waren wir wieder eine Stunde vor dem Güterzugfahrplan. Da der Zug am Morgen eine Stunde zu früh kam, fanden wir es realistisch, dass er nun wieder so früh kam. Wir stellten uns deshalb nochmals bei Suchovrsice auf. Als es Zeit für den Rychlik war, ging es dann nochmals runter nach Velke Svatonovice. Schliesslich sollte wieder die schöne najbrt 2.0 Brille kommen.
Baureihe 750.7 der CD zwischen Male Svatonovice und Velke Svatonovice


Wieder ging es danach an die Güterzugstelle. Dieser kam jedoch noch immer nicht. Stattdessen zeigte der Blick an den Himmel, dass nun plötzlich sehr viel Schmodder vor die Sonne zog. Trotz dieses Schmodders machten wir zwei Zugsuchbilder von den Sp bei Velke Svatonovice.
Baureihe 854 der CD zwischen Male Svatonovice und Velke Svatonovice

Baureihe 854 der CD zwischen Male Svatonovice und Velke Svatonovice


Wieder an der Güterzugstelle begann es nun zu rohren. Da war er nun, der Güterzug. Mit wenig Seitenlicht, dafür mit viel Schmodder am Himmel. Das Bild war damit für die Tonne und wir deshalb kurzzeitig frustriert. Frustriert auch deshalb, weil wir für den letzten Rychlik nochmals ein schöne Stelle bei Cerveny Kostelec hatte. Bei diesem Schmodder schien das Unterfangen jedoch mehr als nur aussichtslos. Doch siehe da, an der Stelle angekommen, gab sich die Sonne nochmals etwas Mühe und verdrängte den Schmodder tatsächlich, so dass dieser Tag ein letztes Highlight bot!
Baureihe 750.7 der CD zwischen Cerveny Kostelec und Rtyne v Pokrkonosi zastavka


Da die Sonne nun schon sehr tief stand, ging es nach diesem Foto mit einem kleinen Schlenker über den Bahnhof Jaromer, wieder zurück nach Liberec.