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Welcome to Rosamunde Pilcher County... Part 9

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10.9.2015
Nach einem kurzen Morgenessen ging es früh am morgen wieder los, zurück an die HS1. Wir hatten am gestrigen Abend eine passende Stelle für heute morgen ausgemacht und hofften, dass uns nicht allzuviele Schatten ein Schnippchen schlagen würden. Wir hatten die Ankunft recht gut gezirkelt. Das Schattenproblem war sich am erledigen, Züge kamen auch schon bald und so ging es kurz nach acht recht erfolgreich los mit ein paar Javelin und Eurostar Zügen.

Class 395 028 der LSE in Harrietsham


Class 373.1 "Eurostar" 3012 der EIL in Harrietsham


Class 373.1 "Eurostar" 3001 der EIL in Harrietsham


Class 373.1 "Eurostar" 3013 der EIL in Harrietsham


Class 395 002 der LSE in Harrietsham


Nach gut einer halben Stunde hatten wir genug gesehen. Unser nächstes Ziel drückte, haben wir uns doch dazu entschieden einen Tag an der Romney, Hythe and Dymchurch Railway zu verbringen. Auch wenn David sonst nicht so der extreme Dampffan ist, war auch er sofort für einen Besuch der selben zu haben.
Dieses einstige Millionärsspielzeug versteht sich weder als Museumsbahn noch als Kindereisenbahn, sondern ist ein ganzjährig betriebenes öffentliches Verkehrsmittel. Die Strecke führt von Hythe über New Romney nach Dungeness. Viele der Züge werden mit Dampf geführt. Der Betrieb ist saisonal unterschiedlich, wir hatten aber immerhin im Stundentakt Züge, so dass es durchaus was zu fotografieren gab. Da wir die Strecke nicht kannten hiess es zuerst mal Stellen suchen. Angesichts dessen, dass die Strecke ohne nennenswerte Steigungen und in einer flachen Gegend gebaut ist, war das gar nicht so einfach.
Erstes Anlaufziel war mal der Endbahnhof in Hythe wo wir uns einen Timetable besorgten. Ansonsten war hier noch nicht viel zu sehen. Der erste Zug sollte erst in knapp einer Stunde hier eintreffen. Wir machten uns daher hinter Hythe auf zur Stellensuche. Die Strecke erläuft meist im Abstand von ein paar hundert Metern zur Strasse. Dazwischen ist aber auf weiten Teilen ein/mehrere Häuserzeilen oder Campingplätze etc. Für uns bedeutete dies: Seitenstrasse rein, schauen ob man an die Strecke kommt und was machen kann, nein, Seitenstrasse raus, nächste Seitenstrasse rein, ....
nach ein paar Seitenstrassen wurden wir bei einem Bahnübergang fündig. Da aber noch etwas Zeit war, fuhren wir weiter und hielten Ausschau nach weiteren Stellen, fanden für den anstehenden Zug aber nichts mehr, so dass wir zurück zum Bahnübergang fuhren und so #9 "Winston Churchill" in Szene setzen konnten.

No 9 "Winston Churchill" der RHDR zwischen Hythe und Burmarsh Road


Nach Durchfahrt des Zuges machten wir uns auf die weitere Suche nach Fotostellen. Wir hatten gestern Abend im Netz eine Brückenstelle gesehen, welche wir nun suchten und dann schlussendlich auch fanden. Es war die Brücke über den New Sewer. Die nächste Zugsleistung war erneut eine Leistung nach Hythe, bevor dann kurze Zeit später die erste Leistung ab Hythe entgegen kam. Wir blieben für beide Züge gleich hier.

Zuerst kam #7 "Typhoon" nach Hythe:

No 7 "Typhoon" der RHDR zwischen St Mary's Bay und Romney Warren Halt


gefolgt von #9 "Winston Churchill" auf dem Weg nach Dungeness

No 9 "Winston Churchill" der RHDR zwischen St Mary's Bay und Romney Warren Halt


Da wir die zweite Leistung von Hythe her auch wieder hier machen wollten, wir bis dahin aber noch Zeit hatten machten wir uns mal auf die Suche nach einer Futterstelle für uns und unser Auto. Ersteres konnten wir in New Romney auch erledigen, nur Tanke fanden wir keine in der verfügbaren Zeit uns so fuhren wir wieder zurück an die Stelle.
Bevor der Zug aus Hythe kam, machte sich aber noch die nächste Leistung auf den Weg nach Hythe, diesmal mit Dieselbespannung. Als Zuglok fungierte #14 "Capain Howey".

No 14 "Captain Howey" der RHDR zwischen St Mary's Bay und Romney Warren Halt


Dann kam aber "Typhoon" auf dem Rückweg nach New Romney und weiter nach Dungeness.

No 7 "Typhoon" der RHDR zwischen St Mary's Bay und Romney Warren Halt


Da im Abschnitt zwischen Hythe und New Romney nicht mehr viel ging - einerseits hatten wir die meisten gefundenen Stellen abgegrast, andererseits drehte aber auch das Licht unvorteilhaft in den Streckenverlauf - kümmerten wir uns nun um den hinteren Abschnitt nach Dungeness. Auch hier verläuft die Bahn in weiten Teilen direkt hinter den Häusern, aber durch den Sonnenstand ging hier nun langsam was von der Hinterhofseite her. Kurz hinter New Romeny fanden wir was, für den anstehenden Zug mit #9 "Winston Churchill" aus Dungeness gab es aber nur einen Nachschuss.

No 9 "Winston Churchill" der RHDR zwischen New Romney und Romney Sands


Die Stelle für den nächsten Zug nach Dunegeness war gefunden. Da uns aber bis dahin noch Zeit blieb kurvten wir den weiteren Streckenverlauf ab und suchten weitere Stellen. Ein paar Kreuzchen auf der Karte später waren wir wieder zurück in New Romney und schnappten uns #14 "Captain Howey" auf dem Weg nach Dungeness.

No 14 "Captain Howey" der RHDR zwischen New Romney und Romney Sands


Wir machten uns auf den Zug einzuholen was uns auch gelang da er in Romney Sands noch Kreuzung hatte. Hinter New Romney war die Strecke einst zweigleisig, wurde dann aber nch dem zweiten Weltkrieg zwecks Gewinnung von Ersatzmaterial auf Einspur zurückgebaut und seither nicht wieder auf Doppelspur ergänzt, daher gibt es heute in Romney Sands regelmässig Kreuzungen.
Hinter Romney Sands hatten wir eine passende Stelle gefunden wo wir #14 "Captain Howey" nochmals erwischten.

No 14 "Captain Howey" der RHDR zwischen Dungeness und Romney Sands


Nun ging es in die Endschleife in Dungeness. Um ein Umsetzen zu vermeiden, hat die Bahn hier eine grosse Wendeschleife, welche jedoch immer in der gleichen Richtung befahren wird. Mittendrin ist dann der Endbahnhof Dungeness. Zu sehen gibt es neben einem AKW nur einen ehemaligen Leuchtturm, welcher heute als Museum genutzt wird - aber die Bahnist ja das Ziel und so fotografierten wir mal auf dem Perron #14 "Captain Howey". Dass auch bei dieser Bahn strenge Perronkontrollen gelten wurde uns erst bewusst als wir den Perron wieder verlassen wollten. Mit etwas gut zureden durften wir dann den Perron aber ohne Zugsbillet zu kaufen verlassen.
Wir haben uns dafür dann beim Leuchtturm einen Eintritt gegönnt. Einerseits erschien uns das Museum recht interessant, andererseits lockte der Ausblick von der Höhe auf die Bahn. Und sie halt tatsächlich was sie versprach.

No 14 "Captain Howey" der RHDR in Dungeness


Der Leuchtturm selber, respektive dessen Reflektor lud aber auch zu Spielereien ein...

Dungeness


Nachdem der Zug weg war machten wir uns an den Abstieg, drückte doch schon der nächste Zug nach Dungeness, denn auch diesmal gab es Kreuzung in Romney Sands. Hinter Romney Sands erwischten wir diesmal #1 "Green Goddess".

No 1 "Green Goddess" der RHDR zwischen Dungeness und Romney Sands


Auch diesmal wollten wir einige Typenfotos in Dungeness machen. Gewarnt von vorhin erbaten wir uns aber die Erlaubnis dafür vor Betreten des Perron...

No 1 "Green Goddess" der RHDR in Dungeness


No 1 "Green Goddess" der RHDR in Dungeness


No 1 "Green Goddess" der RHDR in Dungeness


Auch wenn der Blick von der Leuchtturmspitze verlockend war, hatten wir doch was anderes vor und so verschoben wir uns danach in den Bereich zwischen New Romney und Romney Sands wo uns dann nach kurzer Warterei #9 "Winston Churchill" entgegen kam.

No 9 "Winston Churchill" der RHDR zwischen New Romney und Romney Sands


Inzwischen hatte der Sonnenstand soweit gedreht, dass auch im vorderen Streckenteil wieder was ging. So verschoben wir uns erneut zur Brücke über den New Sewer, welche nun von der anderen Seite aus machbar war. Angekündigt war ein Dampfzug, bespannt mit #7 "Typhoon".

No 7 "Typhoon" der RHDR zwischen St Mary's Bay und Romney Warren Halt


Da uns gerade etwas die Ideen ausgingen fuhren wir mal zum Betriebsmittelpunkt der Bahn: New Romney. Als Basis der Bahn befinden sich hier auch die Werkstätten wo die Fahrzeuge gewartet und revidiert werden. Hier war schon beim Eingang klar, dass es ein Bahnsteigticket braucht, welches wir dann auch kauften. So konnten wir #7 "Typhoon" dann bei der Ausfahrt nochmals festhalten, bevor wir dann eine Tour durch das Gelände und die Werkstätte machten.
Vor der Werkstätte ist ein Nachbau des "Armoured Train" sichtbar. #5 "Hercules" war während des zweiten Weltkrieges im Militäreinsatz mittels eines FLAK-Zuges. Der Nachbau basiert auf einem Güterwagen und ist nicht betriebsfähig, #5 "Herkules" heute wieder im normalen Betrieb (wenn aktuell auch mit Kesselschaden abgestellt)

No 5 "Hercules" der RHDR in New Romney


Man darf sich recht frei bewegen, sofern man die Betriebsgleise und abgesperrte Bereiche entsprechend beachtet. Und mit freundlichem Fragen kommt man auch etwas weiter. So gab es auch einen Blick in die Werkstatt wo die aktuell nicht eingesetzten Lokomotiven abgestellt sind. Weiter hinten sind dann auch die revisionsfälligen, respektive sich in Revision befindlichen Fahrzeuge sichtbar.

No 3 "Southern Maid" der RHDR in New Romney


No 6 "Samson" der RHDR in New Romney


Vor der Werkstatt wurde gerade #1 "Green Goddess" für die nächste Fahrt bereit gemacht und auf Hochglanz poliert. Den verschiedenen Loks kommt viel Zuneigung zu Gute und so sehen diese fast immer wie aus dem Ei gepellt aus.

No 1 "Green Goddess" der RHDR in New Romney


No 1 "Green Goddess" der RHDR in New Romney


Bevor wir uns wieder auf die Strecke hinaus wagten, warteten wir noch die Abfahrt des nächsten Zuges nach Hythe mit #9 "Winston Churchill" und die nächste Ankunft aus Hythe mit #14 "Captain Howey" ab, dazwischen rangierte #1 "Green Goddess" herum, so dass sie danach den Zug von #14 übernehmen konnte.

No 9 "Winston Churchill" der RHDR in New Romney


No 1 "Green Goddess" der RHDR in New Romney


No 14 "Captain Howey" der RHDR in New Romney


Für die Weiterfahrt wurde nun #1 "Green Goddess" vorgespannt. Wir lauerten dem Zug im Bereich der Kehrschleife von Dungeness auf.

No 1 "Green Goddess" der RHDR zwischen Dungeness und Romney Sands


Für die Rückfahrt warteten wir dann noch einmal in der Nähe von Romney Sands auf den Zug.

No 1 "Green Goddess" der RHDR zwischen Dungeness und Romney Sands


Dann hiess es für uns langsam Abschied nehmen von der Bahn. Wir hatten für die heutige Nacht ein Zimmer im Holiday Inn in Bath organisiert (war gar nicht leicht - vieles war schon ausgebucht, die Preise hoch...) was für uns hiess einmal quer durch England fast bis an die Westküste zu fahren. Grund für diesen langen Weg war schlicht und einfach das Wetter, war doch für die nächsten Tage im Westen besseres Wetter vorhergesagt, als dies hier an der Ostküste der Fall war. Während hier nur noch Regen vorausgesagt war, versprachen die verschiedenen Meteodienste für den Westen zumindest für Morgen recht sonniges Wetter. Zudem waren die wichtigsten Pendenzen hier im Osten eh abgehakt. Bevor wir aber endgültig aufbrachen gab es noch ein Abschiedsfoto der letzten Zugsleistung des heutigen Tages ab Hythe, welche wir ausserhalb Hythe aufnahmen - #14 "Captain Howey" gab sich dafür die Ehre.

No 14 "Captain Howey" der RHDR zwischen Hythe und Burmarsh Road


Bei der nächsten Tanke gab es dann für uns noch etwas flüssiges und endlich auch ebensolches für unseren Wagen. Via M20 und M25 ging es vorbei an London auf die M4 bis nach Bath und dort dann einmal quer durch die Stadt ins gebuchte Hotel, wo wir dann kurz nach 10 abends eintrafen. Nach kurzer Planung für morgen ging es bald einmal ins Bett.