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Durch alle Systeme oder Benelux mit ein bisschen F und D - Teil 1

Von

4 (Strom-)Systeme, 5 Länder, 6 Tage - so könnte man die Tour kurz überschreiben!

Montag Morgen ging es mit dem Auto los Richtung Saarbrücken/Forbach. Irgendwie kam ich aber nicht so richtig vorwärts, da auf der Strecke mehrere Staus mir die Gelegenheit gaben, die umliegende Landschaft so richtig zu genießen.

So war es dann bereits Mittag vorbei, als ich endlich in der Zielregion war. Ich entschloss mich Forbach zu umfahren und mich zum Start bei Hombourg-Haut zu platzieren. Auf dem Weg dahin kam ich in Bening vorbei. Herrschte bei meinem ersten Besuch in den 90er Jahren noch rege Betriebsamkeit im Rangierbahnhof, war hier verbreitet Leere angesagt.

Trotzdem hatte ich schnell Grund zur Freude, denn mit dem Trio X4773 + X4765 + X4801 kamen nicht nur Vertreter einer demnächst ausscheidenden Gattung gefahren, sie zeigten sich auch noch in drei verschiedenen Lackierungsvarianten.

X 4750 der SNCF in Bening


Nun wollte ich aber weiter nach Hombourg-Haut. Ich hatte auf weiteren Inlandverkehr oder eine DB 185er mit Güterzug gehofft. Nach einigem Warten rauschte dann mit der BB 16790 vor einer alten "Edelstahl"-Garnitur ein weiteres Highlight heran.

BB 16790 der SNCF in Hombourg-Haut


Doch danach war stille auf der Strecke und es rührte sich eine knappe Stunde überhaupt nichts. Zeit den Standpunkt erneut zu wechseln.
Leichter gesagt als getan. Nach einigem Suchen machte ich dann in Valmont Halt. In der dortigen Bahnhofsausfahrt ging ich auf Walfisch-Jagd. X73918 macht sich gerade auf dem Weg Richtung Saarbrücken.

X 73918 der SNCF in Valmont


So richtig überzeugen konnte mich die Stelle aber auch nicht. Also wieder auf und weiter Richtung Metz gefahren. Nach einigem Suchen landete ich am Bahnübergang bei Froschviller. Immerhin gabs hier mal die Chance einen Zug komplett und mit etwas mehr grün auf den Chip zu bannen. Nachdem ich auf dem Hinweg von weiten einen Güterzug mit 185 beobachten konnte, herrschte bei Ankunft am Fotoplatz eher Ruhe. Nach einigem Warten kam zuerst ICE 406 083-6 Richtung Frankfurt (Main). Nicht schlecht, aber sowas seh ich eigentlich während der Woche bei München in Form von 403er genug.

Endlich! Am Bahnübergang leutet es, die Schranken gehen runter und etwas graues kommt angebraust. Es war wieder die BB 16790 mit ihrem TER aus Forbach. Diesmal aber in ganzer Länge.

BB 16790 der SNCF in Folschviller


Kurz danach tauchte mit dem 406 082-8 der nächste ICE, diesmal Richtung Paris, auf.

406 082 der DB in Folschviller


Wie gesagt, nicht schlecht, aber etwas Güterzug mit interessanter Bespannung hätte es schon sein dürfen. Also wieder in die Sonne gelegt und gewartet.
Nach einiger Zeit und nachdem ich mein Auto ein paarmal umgesetzt hatte, da auf dem Feldweg neben der Strecke plötzlich reger Verkehr herrschte, wars Zeit Richtung Luxembourg zu fahren.
Ach, hatte ich erwähnt, dass auf dieser europäischen Hauptstrecke bis dahin wieder tote Hose geherrscht hatte *grrr*.

In Luxembourg angekommen gings erstmal nach Bettembourg. NIchts interessantes zu sehen, was sich demnächst auf den Weg machen könnte. Also weiter Richtung Petange. Nun ist diese Strecke ja nicht gerade gesegnet an Stellen, an denen Streckenaufnahmen möglich sind. Drum wollte im Abzweigbahnhof Noertzange nachschauen, ob auf der abgehenden Stichstrecke noch 200 fahren. Kurz nach der Ortseinfahrt gingen die Schranken herunter und das Zweisystem-Fretchen BB 27030 kam mit drei Flachwagen gefahren.

BB 27030 der SNCF in Noertzange


Nun aber schnell ab zum Bahnhof. Im Feierabendverkehr konnte ich eine auf dieser Strecke eher seltene Kombination von 3000 mit Dosto ablichten. Die 3003 macht sich hier auf den Weg nach Petange.

3003 der CFL in Noertzange


Auf dem Stumpfgleis auf dem vor drei Jahren noch ein 200 stand, war nun der 2015 abfahrbereit.

2015 der CFL in Noertzange


Weiter gings in Richtung Petange. Nach einem vergeblichen Versuch kurz vor Schifflange eine Stelle zu finden, an der man eine Streckenaufnahme machen kann, postierte ich mich an der westlichen Ausfahrt des Bahnhofs Petange um hier unter anderem den 2206 auf den Chip zu bannen.

2206 der CFL in Schifflange


Etwas frustriert, dass ich bis dato mit Ausnahme des Fretchens keine Güterzüge aufnehmen konnte und sich auch keine 1800er blicken lies, zog ich die letzte Option, den Bahnhof von Petange.
Hier stand doch in der Vergangenheit immer ein starkes Sechsachser-Doppel.

Angekommen musste ich aber feststellen, dass hier ausser Garnituren für den Nahverkehr nicht da war. Also nochmal die 3003 mit ihrer Garnitur aufgenommen.

3003 der CFL in Petange


Während ich noch die Garnitur Richtung Bahnsteigende entlang lief, ging das Signal auf. Eigentlich hatte ich mit diesem Tag fototechnisch schon abgeschlossen und befand mich im "Feierabendmodus". Daher guckte ich nur so über die Schulter, was denn da von hinten kommt. Was dann folgte waren 2 Sekunden ungläubiges Staunen, 70 m Sprinteinlage zum Bahnsteigende und der Versuch einen Ruhepuls zu erreichen......... Denn von hinten kam eine 1800 vor Flachwagen mit Stahl.

Schnell eine Gegenlichtaufnahme von vorne, rum um den Lampenmasten und nun im besten Abendlicht nachgeschossen.

1802 der CFL in Petange


Für die Hektik noch ganz gut, auch wenn ich in der Eile die Kamera nicht 100% gerade gehalten habe. Hat mich dann auch etwas geärgert und den Triumph über den gelungenen Tagesabschluss etwas gedämpft.

Nun gings aber ins Hotel auf ein schönes Steak zum Abendessen und leckerem Bier zum Auffüllen der fehlenden Flüssigkeitsreserven.

Danach rief das Bett, denn schliesslich wollte ich zum morgigen morgendlichen Berufsverkehr wieder auf der Matte stehen. Vielleicht kommen ja da noch alte französische Triebwagen zum Einsatz!?!?!?! träum*