Ab in die Wüste mit airberlin! (9)

Von

Montag 25.9.17

Um sechs ging wie üblich der Wecker. Ich war aber schon vorher mal kurz wach, weil ich durchaus frisch hatte. Die Nacht war es draussen kalt geworden und so tat eine warme Dusche gut. Das Thermometer im Auto zeigte knapp 40°F an. Erstmals diese Ferien stellte ich nicht die AC, sondern die Heizung an. Kurz nach Sonnenaufgang war ich unterwegs. Bei der erstbesten Tanke schaute ich noch für was flüssiges für mich zum Morgenessen. Bei der weiteren Fahrt war dann auch klar, wieso es so kalt war - die Berggipfel zeigten sich teilweise frisch verschneit.
Wie gesagt hatte ich gestern noch eine Alternativroute entdeckt. Ich hätte den Extraterrestial Highway via Tonopah in Richtung Reno nehmen können und wäre so sogar noch an der Groom Lake Base, besser bekannt unter dem Namen Area 51 vorbei fahren können. Aber ausser viel leerer Landschaft und einiger seit langem abgebauten Eisenbahnstrecken gibts da sonst nichts. Die Area 51 ist nicht einfach so dort.
Rein zum Spass hatte ich aber die Fahrpläne der Nevada Northern Railway konsultiert. Ich ging davon aus, dass die nur am Weekend fährt, wurde aber eines besseren belehrt. 0930 fährt da heute ein Museumszug. Ziemlich genau um die Zeit wäre ich vor Ort wenn ich ab Alamo nach Ely hoch fahre. So nahm ich den Weg auf mich. Durch speditive Fahrweise konnte ich noch einige Minuten herausholen. Ich war dann schlussendlich ziemlich froh darum, denn kurz vor Ely waren zwei grössere Strassenbaustellen jeweils mit Einspurbetrieb und entsprechend langen Wartezeiten. So traf ich genau um halb zehn in Ely ein. Ich fuhr direkt an die bekannte Stelle beim Ausgang von Ely, msste dann aber noch fast eine Viertelstunde warten bis der Zug endlich da war. Heute war die SD9 #204 im Einsatz. Ich hatte ja auf die Alco RS3 gehofft, aber was solls:

EMD SD9 204 der NNRY zwischen East Ely und Ruth


Der Zug war recht langsam unterwegs, so konnte man ihm problemlos folgen. Die Strecke nach Ruth auf der der Zug fuhr, stellte sich aber aktuell lichtmässig als etwas problematisch heraus. Viele Bereiche waren aktuell fast achsig. Beim Keystone Siding gab es dann ein Foto:

EMD SD9 204 der NNRY zwischen East Ely und Ruth


Weiter ging es nach Ruth, wo der Zug endet. Ich fand hier ein Gleisdreieck vor, bei dessen Eingang ich mich in die Büsche schlug, verkratzte Beine inklusive. Auch sah ich jetzt nicht nur Schnee, sondern in schattigen Bereichen war davon auch noch vorhanden. Nach kurzer Wartezeit fuhr der Zug durch.

EMD SD9 204 der NNRY zwischen East Ely und Ruth


Am einen Ende des Gleisdreiecks hat man einige Hütten im Westernstil aufgebaut, die an eine Geisterstadt erinnern sollen. Das ist das Ziel des Zuges. Über das Gleisdreieck wurde der Zug dann als komplettes gewendet und fuhr anschliessend wieder in Richtung East Ely. Ich stellte mich gegenüber des Dreiecks ins Gelände:

EMD SD9 204 der NNRY zwischen East Ely und Ruth


EMD SD9 204 der NNRY zwischen East Ely und Ruth


Leider waren die Lichtverhältnisse bei der Rückfahrt nur bedingt besser. Unterwegs fand ich so nur eine Stelle:

EMD SD9 204 der NNRY zwischen East Ely und Ruth


Erst beim Tunnel 1 war dann wirklich was brauchbares machbar. Dies ist auch eine der bekanntesten Stellen der Bahn:

EMD SD9 204 der NNRY zwischen East Ely und Ruth


EMD SD9 204 der NNRY zwischen East Ely und Ruth


Ich fuhr danach noch zum Bahnhof von East Ely. East Ely war früher Betriebsmittelpunkt der Bahn, als diese noch im aktiven Erzabbau war. Hier finden sich auch die Werkstätten und umfangreiche Gleisanlagen. Das ganze Ensemble ist grösstenteils wie zu den Betriebszeiten erhalten. Im Depot findet sich auch ein kleines Museum. Vom Zug gab es nochmals ein Foto von der Einfahrt:

EMD SD9 204 der NNRY in East Ely


sowie dann bei den Rangierfahrten durchs Gelände. Früher gab es von East Ely eine direkte Strecke durch Ely durch die kurz vor Tunnel 1 auf den heute noch betriebenen Streckenteil einbog. Aufgrund des grossen Erzverkehrs und entsprechender Beschwerden seitens der Stadt, baute man dann eine Umfahrung, welche dann von Güterzügen befahren wurde. Diese trifft aber erst beim Güterbahnhof auf die Streckengleise, so dass das Depot East Ely umfahren wird. Die Stadtstrecke war weiterhin für Personenzüge nach Ruth in Betrieb. Heute ist die aber weg, daher müssen die Personenzüge mit zweimaligem Richtungswechsel aus dem Depot auf die Umfahrungsstrecke um nach Ruth zu gelangen.

EMD SD9 204 der NNRY in East Ely


EMD SD9 204 der NNRY in East Ely


EMD SD9 204 der NNRY in East Ely


Im Anschluss daran gab es in Ely im Denny's eine kleine Stärkung zum Mittagessen, auch füllte ich noch einmal meinen Tank auf für die anschliessende Etappe nach Reno. Via Eureka ging es nach Fallon. Die Distanzen sind ewig, die Landschaft irgendwann einmal nur noch eintönig. Nebst Eureka gibt es nicht mehr sehr viel Gebäude auf dem Weg, fast immer spult man einsam seine Kilometer durch die Wüstengegenden von Nevada. Genau so wäre wohl auch der Weg über den Extraterrestial Highway gewesen mit dem Unterschied, dass ich überhaupt keine Bahn gesehen hätte. Daher war der kleine Umweg via Ely ganz gut gewesen.
Bei Fallon stiess ich dann gegen 1600 wieder auf eine Bahn, genauer einen Branch der UP. Es war aber nichts los. Dem Branch folgend, stösst man dann kurz vor Fernley auf die Nevada Sub der UP, welche Teil der Ost-West Transversale der UP über den Donner Pass ist. Ab hier war der Weg klar, der Bahn folgend nach Reno und immer Ausschau halten ob in den restlichen 1-2h Licht noch was gerissen werden kann. Weit kam ich nicht, schon in Fernley sah ich was stehen. Ein genauerer Blick brachte aber was für mich extrem überraschendes zu Tage: Da stand ein Local der BNSF, bespannt mit GP60 #163 in Santa Fe Lackierung und der modernisierten GP60M-3 #103. Leider war der Zug fotografisch nicht nicht zugänglich. Ich fuhr daher weiter in der Hoffnung, dass der dann mal auf die Strecke geschickt wird! Jedenfalls war er mit eingeschalteter Frontbeleuchtung vor einem Signal am warten, so dass die Hoffnung wohl nicht ganz vergebens sein könnte.
Ich hatte mir beim Thisby-Siding eine mögliche Stelle markiert, kam infolge inzwischen geschlossener Strassenübergänge aber nicht wirklich dahin. Dafür fand ich dann an einem Bahnübergang auf der anderen Seite was halbwegs machbares. Und da die Signale eingeschaltet waren, blieb ich mal kurz stehen. Es hornte dann aber von hinten und ein UP Mixed rumpelte durch. Ich ging nun einfahc davon aus, dass nun der Weg für den Local frei ist und der dann bei Gelegenheit mal kommt. Gut geraten: eine Viertelstunde später war er da:

GP60 163 der BNSF zwischen Reno und Fernley


Das hätte ich nicht echt erwartet: einen BNSF Local in UP Stammlanden zu erwischen....
Da die Stelle nicht der Überflieger an Stellen war und ich den Local erwischt hatte, fuhr ich weiter und suchte weiter. Bei Mustang fand ich dann was exterm spannendes, jetzt musste nur noch was kommen, denn die Sonne näherte sich nun rasch dem Horizont. Lange warten musste ich nicht bevor was kam. Es erstaunte mich aber was es war: Erneut fuhr mir der vorhin fotografierte BNSF Local vor die Linse! Ich muss den wohl in Clark beim rangieren/warten überholt haben.

GP60 163 der BNSF zwischen Reno und Fernley


Ich wartete noch etwas weiter, doch lange hielt die Sonne nicht mehr durch und dann waren die Bergrücken zu hoch und ich stand im Schatten. In der Zeit kam nichts mehr. Erst kurz danach fuhr wieder ein Eastbound durch.
Für mich bedeutete dies: Tanken, dann nach Reno fahren und ins Hotel einchecken. Die paar Meilen waren schnell durch, dennoch war ich froh nach der langen Fahrerei heute endlich angelangt zu sein. Der Bunker ist ein typischer Casino-Bunker. Ich bekam ein Zimmer in der 28. Etage. Fürs Abendessen musste ich nicht mal nach draussen. In den drei miteinander verbundenen Komplexen sind verschiedene Restaurants und Fast-Food Schuppen zu finden. Unter anderem hat es einen Panda Express und so landete ich mal wieder beim lecker Chinesen.
Ansonsten genoss ich sofern möglich noch ein bisschen das irre Ambiente. Und nein, auch diesmal wiederstand ich sämtlichen blinkenden und lärmenden Versuchungen!
Müde ab der langen Fahrt ging es dann schon bald einmal in die verdiente Nachtruhe.


Dienstag 26.9.17

Der heutige Tag begann wie üblich um 0600. Bevor ich dann aber wirklich aus der Hütte kam war es schon fast acht, da ich vorher noch einige private Dinge zu erledigen hatte. Und bei 9h Zeitverschiebung ist das manchmal schwierig mit den Bürozeiten.
Angesichts der geplanten Fahrt an den Donner Pass und der Schattensituation in den Tälern war das aber verschmerzbar. Ein Besuch bei Starbucks musste auch noch sein, wobei ich dazu den Gebäudekomplex nicht einmal verlassen musste. Auch das findet sich hier.
Schnell war ich dann im Bereich Verdi an der Strecke und hatte nach zwei/drei Anläufen dann auch was für mich passendes gefunden. Nun hiess es warten und hoffen, dass dann wirklich auch was kommt. Kurz hatte ich noch eine Schrecksekunde als ich den Fahrplan des California Zephyr konsultierte. Der sollte nämlich jetzt hier durch und da war ich überhaupt nicht bereit dazu. Ich ging dann auf der Webseite von Amtrak schauen und der vermeldete gaaaanz andere Fahrzeiten als mein PDF-Fahrplan: Des Rätsels Lösung: Bauarbeiten und angepasste Fahrlage. Der Westbound kam rund 5h später als normal. So hatte ich da nichts verpasst und konnte mich getrost hinsetzen und warten. Etwa eine dreiviertel Stunde später war es dann soweit und es kam was, sogar auf der richtigen Spur und aus der richtigen Richtung. C45AH #2734, AC44CW #6830, sowie Rear End Unit C45ACCTE #7634 schleppen bei Verdi einen Zementzug talwärts

GE C45AH 2734 der UP zwischen Reno NV und Truckee CA


Ich fuhr draufhin weiter das Tal hoch in Richtung Truckee. Die Kollegen Gubler und Zingg hatten hier vor Jahren zwei mögliche Stellen kurz vor Truckee gemacht, die ich mir mal anschauen ging. Ginge bei beiden was, sollte nur was kommen. Wie ich beim Beginn des Sidings von Truckee vorbei kam, sah ich dass die Signale eingeschaltet waren. Aufgrund der Signalbilder kam was von Reno her, so dass ich mich an die untere Stelle hinsetzte. Auf einer Strassenbrücke wartete ich auf den Zug, welcher dann einige Minuten später auch kam. Ein Trio SD70M mit einem Westbound Stacktrain kam entlang des Truckee River hoch in Richtung Donner Pass.

EMD SD70M 4613 der UP zwischen Reno NV und Truckee CA


Ich beschloss den zu verfolgen und hinter dem Pass nochmals zu machen, sofern das möglich ist. Ich hatte da eine der beiden Brücken von Troy im Kopf. Zumindest Eastbounds konnte man da sauber nehmen, ob es mit Westbounds auch ging: Mal sehen.
Ich zog auf dem Freeway über den Pass und dann bei Soda Springs auf eine Schotterpiste. Die war leider in einem schlechteren Zustand als gedacht. Ich kam so nur langsam vorwärts. Oberhalb der Stelle parkierte ich dann das Auto und kämpfte mich durch den Wald zur Brücke hinunter, nur um dann dort festzustellen: Nope, Westbounds sind da nicht zu machen. Man steht voll im Dickicht und hat keinen freien Blick. Schade! Somit konnte ich den Zug ad Acta legen.
Wie ich wieder zum Auto hoch lief, kam dann ein Eastbound durch. Hätte man das gewusst....
Ich versuchte den sich langsam hochkämpfenden Eastbound nochmals einzuholen, doch der Weg war zu übel. Zu allem Elend entschied ich mich dann noch in Soda Springs für das falsche Strässchen, so dass auch beim westlichen Tunelportal des neuen Scheiteltunnels nichts daraus wurde.
Ärgerlich, insbesondere da alles selbst veraddelt.

Ich versuchte nun verschiedentlich im Internet gesehene Stellen zwischen der Passhöhe und Emigrant Gap anzufahren. Wohl eines der ersten Male diese Ferien kamen mir nun aber Private Property und No Trespassing Schilder en Masse in die Quere. Immer wieder scheiterte ich daran, und wenn es dann mal ging, waren die Strässchen unfahrbar. Ich hatte dann irgendwann genug und stellte mein Fahrzeug ab und lief eines der Strässchen hoch. Das vergilbte No Trespassing Schild habe ich dann einfach übersehen. Oben angekommen ergab sich der erhoffte Blick. Die Stelle bei Troy ist wunderbar. Ich war einfach ein bisschen zu spät und Eastbounds hatten schon Frontschatten. Aber man konnte auch Westbounds erlegen wenns sein muss. So bleib ich dort und genoss auch ein bisschen den Ausblick. Einzig der Wind hätte nicht sein müssen...
Kurz nach mir kam ein älteres Ehepaar mit Hund an die gleiche Stelle. Sie waren gerade bei meinem Parkplatz angekommen, als ich dort loslief. Wir kamen ins Gespräch. Es stellte sich heraus, dass er ein pensionierter Amtrak-Engineer war. Auf die Frage nach der Zugänglichkeit vieler Stellen am Pass meinte er nur: Ach das mit den Private Property und No Tresspassing Schildern sei nicht so problematisch. Viele seien einfach des Aufstellen Willens aufgestellt. Als Eisenbahnfan sei man eigentlich fast überall geduldet. Wenn man das vorher gewusst hätte...
Problematischer sei aber ein bisschen der Verkehr am Donner Pass. Wirklich rollen würde es eher am späteren Nachmittag und dann besonders auch in der Nacht. Den Tag durch sei wohl wegen der Nähe zu den Häfen in der Bay Area meist recht wenig los. Das war dann auch wirklich so. Wir warteten über eine Stunde bis endlich mal was kam: ein Eastbound gezogen von C45ACCTE #8022, AC44CW #6254, sowie Rear End Unit C45AH #8142

GE C45AC/CTE 8022 der UP zwischen Donner Pass und Emigrant Gap CA


GE C45AH 8142 der UP zwischen Donner Pass und Emigrant Gap CA


Das Licht war doch schon arg mühsam und so entschied ich mich eigentlich für den California Zephyr von Frisco her die Stelle zu wechseln. Auch der war Baustellen bedingt verspätet unterwegs.
Der Kollege empfahl mir eine Stelle die ich unbedingt machen sollte, welche den Donner Pass so richtig charakterisiere. Ich müsse dahin! Er zeichnete mir dann auch ein Kärtchen und so blieb ich im Gespräch noch etwas hängen. Schlussendlich verdaddelte ich soviel Zeit vor Ort dass ich den Eastbound-Zephyr schlicht verpasste. Aber er kam eh aus dem Licht, von daher nicht ganz so tragisch. Ich versuchte dann oberhalb Emigrant Gap was zu reissen was ich auch von den Kollegen gesehen habe. Irgendwie war aber die Schattenlage überall schon so Murks, dass nichts gescheites resultiert hätte. Nach einer Dreiviertelstunde suchen gab ich dann auf und fuhr an eine wirklich funktionierende Stelle hin. Signal war auch schon auf rot, daher musste was den Berg runterkommen. Etwa 10min später tauchte dann eine Genesis P42DC auf - das war ja der Westbound California Zephyr! Den hatte ich irgendwie komplett nicht mehr auf dem Radar gehabt. Glück gehabt. Gezogen wurde er vom Prächen #142 und #183

P42DC 142 der AMTK zwischen Donner Pass und Emigrant Gap CA


Ich stieg ins Auto und fuhr im hinterher. Beim Viewpoint Emigrant Gap hatte ich ihn überholt und so gab es eine weitere Schlachtung dort:

P42DC 142 der AMTK zwischen Donner Pass und Emigrant Gap CA


Ich fuhr dann endgültig an die vom Local Kollegen angegebene Stelle in der Nähe von Alta. Irgendwie vermochte mich das dann vor Ort gesehene aber nicht so wirklich zu überzeugen. Licht war noch extremst achsig, den versprochenen Ausblick hätte man nur in die andere Richtung gehabt und zu allem übel kam gerade noch ein Güterzug von unten, so dass vom Ausblick gerade gar nichts mehr übrig blieb als der Zephyr durchrauschte.

P42DC 142 der AMTK zwischen Emigrant Gap CA und Alta


Ich fuhr wieder hoch und hoffte weiter oben nochmal was zu reissen. Die Stellensuche war aber erfolglos und einen Güterzug verpasste ich knapp an der Stelle wo ich vorhin den Zephyr zum ersten mal erwischt habe. Irgendwie war das heute zum Haare ausreissen. Schon wieder ein Zug verdaddelt.
Ich fuhr daraufhin wieder an die vom Kollegen empfohlene Stelle. Vielleicht geht ja jetzt was besseres. Inzwischen war ein weiterer Local dort am railfanning betreiben und auch der schwärmte von der Stelle. Das sein ein Klassiker etc. pp...
Ich habe irgendwie einfach nicht den gleichen Geschmack wie die Locals hier, aber das die Sonne schon arg tief war, war eh in ein paar Minuten Schluss und ausser hier nichts mehr zu machen.
Es war gerade ein Güterzug am hochfahren und so dauerte es und wurde es zur richtigen Lotterie, ob der Westbound noch im Licht um die Ecke biegt. War dann wirklich sehr sehr grenzwertig, als sich ES44AC #2546, SD70AH #8937 und SD70ACe #8676 mit ihrem Stacktrain blicken liessen.

GE C45AH 2546 der UP zwischen Emigrant Gap CA und Alta


Danach war Schluss. Für mich bedeutete dies noch rund 1.5h runter bis nach Stockton zu fahren, wo ich mir eine Bleibe gebucht hatte. Ziemlich müde kam ich dort an. Im Anschluss ging es noch bei Denny's vorbei, wo ich mir ein Sirloin genehmigte. Ich hatte den ganzen Tag mal wieder nicht viel schlaues gegessen, da lag sowas drin. Für mich bleibt von dem Tag Donner Pass ein bisschen ein zwiespältiges Bild übrig. Einerseits verdaddelte ich selber einzelne Züge, aber: Ich hatte ehrlich gesagt mit mehr Verkehr gerechnet, ist die Strecke doch immerhin eine der Transcon der UP. Stellen sind auch so ein bisschen ein Problem, besonders bezüglich der Zugänglichkeit. Aber davon habe ich ja schon weiter oben berichtet. Nach etwas Planung für morgen ging es dann gegen halb elf ins Bett.
Morgen geht es in Richtung Bay Area - wie es mir da erging, das könnt ihr dann im letzten Teil von "Ab in die Wüste mit airberlin" lesen.