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If you're going to San Francisco.... USA 2018 Teil 5

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Montag 7.5.2018

Für heute morgen ging es meinerseits früh aus den Federn. Bevor wir uns an die Weiterreise machten, wollte ich mal im Kingman Canyon nach dem rechten sehen. Ich hatte da von meinen letzten Ferien her noch eine Rechnung offen. BNSF war damals so nett, dass kaum war ich dort, plötzlich Eastbounds auf dem unteren der beiden Gleise kam und dafür Westbounds auf dem oberen Gleis. Das war für meine Standpunkte damals so ziemlich das blödeste. Mal sehen ob es diesmal besser wird.
Leider hatte es noch etwas Schmodder drin als ich ankam, aber es sollte recht bald dann besser werden, so zumindest gemäss den gestrigen Wettervorhersagen. Den ersten Zug erwischte ich noch beim hinlaufen. Fängt ja gut an.

GE ES44C4 7111 der BNSF zwischen Kingman und Topock


Kaum war ich auf die Felsen geklettert begann auch die Sonne mal mehr mal weniger zu drücken. Leider klappte es 20min später nicht mit Sonne und Zug und der nächste Eastbound fuhr im Schatten durch:

GE ES44AC 5959 der BNSF zwischen Kingman und Topock


Zwischenzeitlich klarte es nun endgültig auf. Die Chancen standen nun gut, dass es mit einem Sonnenfoto klappen könnte....
...wenn da nur nicht BNSF was dagegen gehabt hätte. Schön im 20min Abstand kam der nächste Eastbound. Soweit so gut. Nur das Gleis auf dem er kam war das falsche. Sonne war da aber wieso nun der Stacktraina auf dem unteren Gleis kommen musste weiss wohl nur BNSF.

GE C44-9W 4652 der BNSF zwischen Kingman und Topock


Mir schwante übles und meine Befürchtungen wurden 10min später bewahrheitet, als plötzlich auf dem oberen Gleis ein Westbound herunter kam.

GE ES44C4 4258 der BNSF zwischen Kingman und Topock


Und um das Ganze zu bestätigen kam natürlich der nächste Eastbound wieder unten und die nächsten Westbounds oben:

GE ES44C4 6802 der BNSF zwischen Kingman und Topock


GE ES44C4 6802 der BNSF zwischen Kingman und Topock


GE ES44C4 8178 der BNSF zwischen Kingman und Topock


Ich hatte genug. Hunger war da und mein Zeitlimit war ausgeschöpft. So ging es wieder runter vom Felsen zum Auto und back to Kingman. War natürlich klar, dass jetzt wieder ein Westbound auf dem unteren Gleis daher kam:

GE ES44C4 8198 der BNSF zwischen Kingman und Topock


Irgendwie war das wieder ein Reinfall gewesen wie letztes mal. Das was ich mir erhofft hatte, hat so nicht geklappt. Wieso das Betriebsregime zeitweise geändert wird, erschliesst sich mir nicht, zumal ich das so zwischen Barstow und Kingman nur im Kingman Canyon beobachtet. Sonst kamen die Züge bei beiden besuchen immer schön auf dem in Fahrtrichtung linken Gleis.

Flugs meine Partnerin abgeholt, im Motel ausgecheckt und schon waren wir im nächsten Denny's, wo wir uns ein richtiges American Breakfast mit Pancakes und Milkshake etc.pp gönnten. Stärkung für den Tag.
Völlig vollgefressen ging es nun weiter. Wir nahmen nicht den Highway rüber nach Williams, sondern fuhren auf der Route 66 entlang der BNSF Transcon. Kurz vor dem Crozier Canyon hatte ich einen Zug überholt. Angesichts der gerade vorhandenen leichten Fotowolke, stellte ich mich auch mal auf die Schattenseite um ein Foto des Zuges zu machen. Dumm nur, dass im letzten Moment die Sonne dann doch recht stark drückte.

GE ES44DC 7398 der BNSF zwischen Kingman und Valentine



Weiter ging es bis nach Williams, wo wir eine Kaffeepause einlegten und etwas Touri-shopping betrieben. Der Ort lebt einerseits vom Route 66 Status - das wird einem an jeder Ecke mehr als deutlich aufgezeigt - andererseits vom Status des Tor zum Grand Canyon, zweigt hier doch die Strasse zum Grand Canyon Village ab. Auch Bahnmässig ist hier was los, ist Williams doch Ausgangspunkt der Grand Canyon Railway, welche wie die Strasse ins Grand Canyon Village führt.
Die GCRX wurde ursprünglich durch die ATSF gebaut. Anfänglich war sie das einzige vernünftige Transpormittel zum Grand Canyon. Mit Aufkommen des Automobils verlor die Bahn nach und nach ihren Status und wurde schlussendlich in den 1960er Jahren eingestellt.
In den 1980er Jahren übernahm ein Ehepaar die Strecke, reaktivierte sie als Grand Canyon Railway wieder und fuhr fortan täglich mit Dampf, respektive mit alten Alco FA's ein Zugspaar zum Grand Canyon Village. Inzwischen wurde die Bahn mehrmals verkauft, der Betrieb gestaltet sich aber prinzipiell immer noch gleich. Leider wurde die Dampftraktion inzwischen aber zugunsten von dauerndem Dieselbetrieb aufgegeben. Dampf sieht man nur noch bei einigen wenigen Sonderfahrten. Täglich verkehrt mindestens ein Zugspaar auf der ganzen Strecke, in den Hauptmonaten kommt ein zweites dazu. Morgens geht es ab Williams ins Grand Canyon Village, wo dann Busse bereitstehen um die Bahnbenützer an die entsprechenden Aussichtsunkte zu fahren. Am späteren Nachmittag gehts dann wieder zurück.
Heute sind inzwischen einige umgebaute F40PH von unterschiedlichen Vorbesitzern im Einsatz. Die Loks wurden jedoch modifiziert und insbesondere in Bezug auf die Getriebeübersetzung geändert, so dass sie bei der GCRX als F40FH laufen. Über weite Strecken ist die Bahn weitab der Strasse und nur über längere Schotterpistenfahrt erreichbar. Ich wusste aber von Recherchen im Vorfeld von einer ganz netten Stelle bei Anita, welche wir auf dem Weg zum Grand Canyon auch ansteuerten. Die Wartezeit im heissen Frühsommernachmittag gestaltete sich langwierig, hatte ich doch die Fahrzeit des Zuges ab Grand Canyon Village etwas optimistisch berechnet.
Irgendwann kam der Zug dann aber doch um die Ecke gebogen.

F40FH 4124 der GCRX zwischen Williams und Grand Canyon Village


F40FH 4124 der GCRX zwischen Williams und Grand Canyon Village


F40FH 4124 der GCRX zwischen Williams und Grand Canyon Village


Auch meine Partnerin liess sich zu einem Bild überreden:

F40FH 4124 der GCRX zwischen Williams und Grand Canyon Village



Verfolgen war nicht drin, dazu fuhr er für uns in die falsche Richtung, denn wir wollten nun zum Grand Canyon. Flugs hingefahren und recht bald auch einen Parkplatz gefunden kam dann schnell der Wow-Effekt.
Das Ding ist wirklich gross, tief und eindrücklich.

Grand Canyon



Nach einigen Fotos entschlossen wir uns auf dem Rim-Wanderweg in Richtung Hopi-Point zu wandern, wo wir uns für den Sonnenuntergang eine etwas bessere Aussicht versprachen. Wie so oft in diesen Ferien, haben wir mal wieder die Distanzen unterschätzt. Meine Partnerin hatte beim Village genug, ich rannte danach förmlich zum Hopi-Point um noch die letzten Sonnenstrahlen zu erwischen.

Grand Canyon


Grand Canyon


Grand Canyon


Gelohnt hat es sich, doch war ich etwas ausgepumpt...
Zurück ging es dann ab dem Village in einem der Gratis-Shuttle Busse. Anschliessend war noch Abendessen angesagt, da wir noch eine Stunde nach Williams zu fahren hatten, entschlossen wir uns schlussendlich zu einem Besuch vom Pizza-Hut im Grand Canyon Village selber. Gegen halb elf waren wir dann zurück im Motel in Williams und fielen recht bald müde ins Bett.




Dienstag 8.5.2018

Das es gestern recht spät geworden ist, liessen wir es heute recht ruhig angehen. Es hatte aber auch noch den Grund, dass ich gerne den Morgenzug in Richtung Grand Canyon fotografieren wollte. So genehmigten wir uns in Williams zuerst einmal ein ausgedehntes Morgenessen mit allem drum und dran.
Bevor es richtig los ging, machte ich noch ein Foto vom wartenden Zug in Williams. Leider ist das Gleis der GCRX mit einem Zaun gegenüber dem noch aktiven Gleis der BNSF in Richtung Phoenix abgetrennt.

F40FH 4124 der GCRX zwischen Williams und Grand Canyon Village


Dann verschoben wir uns zu einer Stelle etwas ausserhalb von Williams und warten kurze Zeit bis der Zug durchfuhr.

F40FH 4124 der GCRX zwischen Williams und Grand Canyon Village


Und die Version meiner Partnerin:

F40FH 4124 der GCRX zwischen Williams und Grand Canyon Village


Anschliessend ging es nun wieder zum Grand Canyon. Es gab da noch einige Ausblicke die wir gestern nicht gesehen haben, respektive jetzt war ja auch das Licht anders. Wir parkierten im Village selber.
Als erstes gab es für mich noch ein Bild der im Village ausgestellten Alco der GCRX:

FPA-4 6776 der GCRX zwischen Williams und Grand Canyon Village


Dann bestiegen wir einen der Shuttlebusse in Richtung Hopi-Point und stiegen dann bei der einen oder anderen Zwischenhaltestelle aus.
Gegen Mittag waren wir zurück. Es ging weiter den Highway entlang des Rim's in Richtung Desert View Punkt. Unterwegs gab es nochmals einige Fotostopps.

Grand Canyon


Grand Canyon


Grand Canyon


Am frühen Nachmittag verliessen wir dann den Grand Canyon. Wir hatten genug gesehen. Klar könnte man ja noch in die Tiefen des Canyons hinabsteigen, dieses und jenes weitere machen, etc. pp. aber die Fotostandpunkte ab dem Rand des Canyons begannen sich irgendwie zu gleichen. Wird ein nächstes mal natürich wieder anders aussehen aber für heute war genug. Und wir wollen ja noch etwas weiter ins Herzen des Navajo Reservat. Vor uns lagen knapp 3h Fahrt zum nächsten Touri-Hotspot im mittleren Westen - dem Monument Valley. Die Fahrt dahin war recht unspektakulär. Ab Tonalea galt es für mich die Augen doppelt offen zu halten, stösst man doch auf die Gleise der Black Mesa & Lake Powell Railroad. Leider war aber auf der ganzen Fahrt kein Verkehr auszumachen. Schade - als Elektroeisenbahn ist die BM&LP doch was recht spezielles und ich hätte da gerne ein Foto gemacht...
Wir trafen am späteren Nachmittag im Monument Valley ein - genau richtig um die Mesa im immer schöner werdenden Licht zu erwischen. Ausgesucht hatten wir uns einen Spitzentag bezüglich des Wetters und wir konnten so wieder bis nach Sonnenuntergang fotografieren. Ursprüglich hatten wir die Absicht auch noch die Piste durchs Valley zu befahren, doch Aufgrund des genialen Ausblicks vom Besucherzentrum aus verschoben wir das allenfalls auf Morgen. Für heute genossen wir den Sonnenuntergang und einige Minuten darüber hinaus vom Besucherzentrum aus.

Monument Valley


Monument Valley


Monument Valley


Monument Valley



Nach Sonnenuntergang galt es noch bis ins gebuchte Motel zu kommen. Zu unserem Erstaunen ist die touristische Infrastruktur diesbezügkich rund um diesen Hotspot recht schlecht. Die nächsten Motels befinden sich etwa 20min vom Par weg, nur sind die eher der Kategorie Luxus zuzuordnen. Wirklich bezahlbare Unterkünfte fanden wir erst über eine Fahrstunde vom Monument Valley weg in Blanding. So galt es halt nochmals einige Meilen zu fressen. Kurz vor zehn waren wir dann im Motel angekommen und hatten eingecheckt. Etwas komplizierter gestaltete sich dann noch die Essensbeschaffung. Wirklich offen hatte nichts mehr, irgendwelche Frittenbuden fanden wir eigentlich auch keine und so blieb uns nur noch die gerade am Schliessen begriffene Bowlingbahn, wo wir im angehängten Laden noch einige Sandwichs bekamen, die wir dann im Motel verspeisten.
Bald darauf war dann Feierabend.