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k.u.k. mal: zwei Schweizer in einer Ösi-Karre - Teil 5

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Sonntag 7.10.2018

Gemütlich wachten wir gegen acht Uhr morgens auf. Stress hatten wir heute definitiv nicht. Die Wettervorhersagen für heute waren eigentlich nur schlecht. Den Ganzen Tag bewölkt und die Aussicht auf Sonne war auch nicht gross da. So erzählte man uns das jedenfalls auf Meteoblue. Und zumindest beim ersten Blick aus dem Fenster stimmte das auch. Gegen neun gab es dann mal ein ausgedehntes Morgenessen und gegen 10 Uhr verliessen wir dann das Hotel. Draussen war es grau, irgendwie drückte aber die Sonne ganz schwach durch. Sie war also da, die grosse helle Kugel. Wir hatten uns für den Tag einen Plan gebastelt, hauptsächlich mit Stellensuche auf der Piste ab Zvolen in Richtung Košice, später auch auf derjenigen ab Zvolen nach Banská Bystrica und Vrútky. In der Gegend wollten wir dann auch übernachten. Vorerst ging es aber gerade mal 20m neben das Hotel. Hier lag die Stadt-Haltestelle von Zvolen und nachdem es schon den ganzen Morgen durch immer mal Zugshalte dort gab, wollten wir nun die Dinger nicht nur hören, sondern auch einen Zug dort fotografieren. Kaum da schon klingelte der Bahnübergang. Wir hatten ja auf eine Brille oder eine Laminatka gehofft. Es kam dann aber eine Brotbüchse - ok, genauer eine Doppelbüchse die es so aktuell nur in der Slowakei gibt. ;) Aber es war halt dennoch nur eine Brotbüchse:

813 101 der ZSSK in Zvolen mesto


Dann ging es aber raus an die Strecke, potentielle Fotostellen anfahren und besichtigen. Dass hiess, Brücken, Bahnübergänge, Bahnhöfe und dergleichen waren primäre Ziele. Wir langsam aber stetig vorwärts. Beim einen Bahnübergang erwischte uns sogar ein Güterzug in die richtige Richtung mit zwei Taucherbrillen vorne dran. Dumm nur, dass wir noch in der Anfahrt zum BÜ waren, so gab es natürlich kein Foto. Angesichts des Tempos rechneten wir nicht dass wir den noch einmal sehen würden. Schade!
Als wir den Bahnhof von Kriváň ansteuerten sahen wir zu unserer Überraschung den Güterzug noch im Bahnhof stehen. Eine Kreuzung erwarteten wir nicht, da der weitere Streckenverlauf doppelspurig war. Einen Reim darauf machen konnten wir uns nicht wieso der hier jetzt plötzlich steht. Wie wir aussteigen wollten setzte er sich wieder in Bewegung. Wir machten uns nun schnellstmöglich davon, hatten wir doch ein paar Kilometer weitere eine mögliche Fotostelle, die Pascal schon von einer früheren Reise her kannte. Zumindest ein Nachschuss klappte dort und da der Zug zwei 736 als Schubloks dran hatte, passte das. Es reichte uns auch dahin zu kommen. Etwas erstaunt waren wir dann aber, dass da plötzlich keine Maschinen mehr am Schluss hingen, die waren beim Ausfahren nämlich definitiv noch dran. Jetzt war aber auch klar, wieso der Zug in Kriváň einen Aufenthalt hatte: Schiebeloks abkuppeln. Die halfen dann noch bei der Ausfahrt und dann verabschiedeten sie sich auf der Strecke vom Zug.

756 006 der ZSSK in Podkrivan


Wir fuhren weiter der Strecke nach und dem Zug hinterher. Gegen Lučenec hin begann nun plötzlich die Wettersituation zu ändern. Die dichte Bewölkung begann sich zu lichten und in eine Schleierbewölkung mit blauen Löchern überzugehen. Plötzlich bestand die Möglichkeit von Sonnenbildern, was uns durchaus zu motivieren vermochte. Zug hatten wir ja gerade einen in Petto. Beim nächsten Bahnübergang den wir ansteuerten waren wir etwas knapp dran und das mit Sonne klappte auch noch nicht wunschgemäss.

756 006 der ZSSK zwischen Lovinobaňa und Lovinobaňa zastávka


Besser waren wir dann in Lučenec selber dran, wo wir die Bahnhofsausfahrt machten. Für uns war hier auch hilfreich zu sehen, in welche Richtung der Güterzug weiterfährt, da hier die Strecke abzweigt.

756 006 der ZSSK in Lučenec


Weiter ging es nach Fiľakovo wo inzwischen schon viel blau zu sehen war. Wir hatten dem Zug bis hierhin einige Minuten abgenommen, obwohl wir uns zu Beginn kurz mal verfahren haben, respektive falsch abgebogen sind.
Erneut war hier auch interessant zu sehen, wohin der Zug hinter unserer Fotostelle abbiegt, verzweigt sich die Strecke hier doch erneut.

756 006 der ZSSK in Fiľakovo


Der Zug bog sichtbar in Richtung Lenartovce ab, was uns durchaus freute, war es doch einerseits die Richtung die wir für uns geplant hatten, andererseits sah das Wetter dort noch besser aus. Wir erwischten ihn nochmals in Hajnáčka und bei Martinová.

756 006 der ZSSK in Hajnáčka


Dann waren wir in Lenartovce an der Grenze zu Ungarn. Hier war nun die Frage: Geht es für den Güterzug endgültig in Richtung Ungarn oder biegt er über die in den 1940er Jahren gebaute Verbindungskurve in Richtung Abovce ab? Vorerst warteten wir uns aber mal Beine in den Bauch. Während der Güterzug bis hierhin ziemlich flott unterwegs gewesen war, war nun plötzlich nichts mehr davon zu sehen. Rund eine Stunde später ging das Signal in Richtung Košice aber auf Fahrt. Das am Horizont aufploppende Spitzenlicht stimmte zwar, doch war die Farbe rundherum falsch. Die Taucherbrille die da kam war definitiv nicht eine von ZSSK Cargo, sondern es stellte sich als 757.004 mit dem Rychlík 811 "Sitno" von Bratislava nach Košice heraus. Den hatten wir jetzt nicht auf dem Radar gehabt.

Baureihe 757 "Taucherbrille" der ZSSK in Lenartovce


Da wir Ausgangs der Verbindungskurve eine Möglichkeit für eventuelles Frontlicht erhascht hatten, stellten wir uns mal dort an einen entsprechenden Bahnübergang und warteten auf den hoffentlich bald folgenden Güterzug. Über die Maisfelder konnten wir auch knapp in den Grenzbahnhof sehen, wo schon bald danach der Güterzug einfuhr und wieder stehen blieb. Wir warteten noch etwas weiter bis plötzlich die Loks verschwunden waren. Damit war klar: der fährt wohl nach Ungarn. Wir setzten zurück in den Bahnhof um zumindest ein Lokporträt anzufertigen. Und vielleicht kam ja noch eine Gegenleistung aus Ungarn? Im Gespräch mit dem äusserst freundlichen Lokführer konnten wir dann in Erfahrung bringen, dass er noch vor dem nachfolgenden Rychlík aus Košice leer nach Zvolen zurückfahre. Somit blieb es dann beim Lokporträt:

Baureihe 756 "Taucherbrille" der ZSSK in Lenartovce


Wir checkten mal das Wetter in der Gegend für die nächsten Tage. Die Vorhersagen waren wirklich gut und so beschlossen wir die ursprüngliche Idee mit Zvolen fallen zu lassen und in Košice zu übernachten und uns noch etwas mehr der Südslowakischen Transversale zu widmen. Nebst einigen Rychlík gibt es hier auch regelmässigen Güterverkehr, welcher eventuell noch mit Bardotkas bespannt ist. Hört sich verheissungsvoll an :)
Erster Programmpunkt war aber der Gegen-Rychlík 814 "Slatina" aus Košice, welcher schon bald einmal hier durchfahren sollte. Die Motivsuche gestaltetet sich in der vorerst flachen Gegend mal wieder etwas schwierig, zumal auch die Polizei noch mit erhöhter Präsenz in Form von Radarmessungen ein schnelles Vorankommen unterband. Wir fanden dann aber doch noch einen Motivbaum um das sonst nicht vorhandene Sujet etwas aufzupeppen:

Baureihe 754 "Taucherbrille" der ZSSK zwischen Včelínce und Štrkovec


Weiter ging es in Richtung Plešivec und Rožňava, immer auf der Suche nach möglichen Fotostellen. Hinter Plešivec wussten wir von einzelnen möglichen Stellen, welche wir im Vorfeld schon mal vorsichtshalber eingetragen hatten. Bei der Ersten fuhren wir vorbei, da die schon schlecht im Licht war, Nr. 2 bei Jovice aber steuerten wir an. Nach etwas Grünschnittpflege war es ganz passend. Zug sollte auch bald einmal in Form des Rychlík 816 "Vojšín" aus Košice kommen. Leider schob sich ausgerechnet bei der Durchfahrt des Zuges noch ein Wolkenfetzen vor die Sonne. Ansonsten hatten wir nämlich die meiste Zeit in der Sonne gewartet.

Baureihe 757 "Taucherbrille" der ZSSK in Jovice


Da vorerst mal nichts an Zugsbewegungen mehr auf dem Radar stand, fuhren wir weiter. Hinter Jovice unterquert die Bahn im Jablonovský Tunnel den Soroška Pass. Der Tunnel war das Schlüsselelement zur Inbetriebnahme der südslowakischen Transversale. Die Strasse führt in wenigen Kehren über den Pass auf die Ostseiet der Bahn-Rampe. Hier machten wir noch etwas Stellenkunde, mussten aber recht bald einsehen, dass es in dem Bereich ungemein schwieriger wird gute Stellen zu finden. Die Lage im Hang - in Kombination mit dichtem Busch- und Baumbewuchs - machten es nicht einfach. Aber farblich waren die Herbstfarben hier der Hammer. Wir beschlossen am Abend mal im www nach möglichen Stellen zu suchen. So ging es dann rein nach Košice, wo wir mitten in der Altstadt ein Zimmer gebucht haben. Das angrenzende Lokal war voll am brummen und nur mit etwas Wartezeit gab es dann auch für uns einen Tisch. Es gab dann einen Fleischberg - schmeckte köstlich! Und nach dem zusätzlichen Dessert ging es satt und echt zufrieden für den Tag ins Zimmer. Die nachfolgenden 2h dienten dann noch dazu einen Plan für morgen zu basteln. Mal sehen was sich reissen lässt.


Montag 8.10.2018

Es ging früh los. Nach einem guten Morgenessen mussten wir aber leider schon die erste Niederlage einstecken. Gerne hätten wir noch einen Abend hier im Hotel gebucht, aber scheinbar war bereits alles weg. Müssen wir halt was neues suchen im Verlaufe des Tages. Über den Soroška-Pass ging es raus aus Košice und rüber nach Plešivec, respektive an eine Stelle kurz davor. Hier stellten wir uns mal auf und harrten der Dinge. Ok, nur hinstellen war noch nicht, wir hatten noch etwas Grünschnittpflege zu machen für jetzt und den Mittag. All das Goldrutenzeugs war arg hoch. Wir konnten dabei auch zuschauen wie die Polizei mal wieder Radarkontrollen machte und einen nach dem anderen raus nahm. Wir zählten mindestens 5 Fahrzeuge die ausgiebig von der Polizei in Beschlag genommen wurden. Zügig fahren war auch heute nicht ratsam.
Wir warteten hier auf zwei Züge, je einen Rychlík nach und von Košice. Als erstes sollte Rychlík 931 "Ipel" nach Košice auftauchen.

754 084 der ZSSK zwischen Vidová und Slavec jaskyňa


Wie wir auf den Gegen-Rychlík 812 "Gemeran" warteten ging plötzlich erneut das Signal in Richtung Rožňava auf Fahrt. Es kam dann eine einzelne Bardotka um die Ecke gebogen:

751 126 der ZSSK zwischen Vidová und Slavec jaskyňa


Dann war es aber Zeit für den R 812:

754 071 der ZSSK zwischen Vidová und Slavec jaskyňa


So gefällt das! Wir fuhren daraufhin nach Rožňava zum Bahnhof und hofften, dass da allenfalls noch die Bardota steht. Dem war aber nicht so. So aus einem Gedankenblitz heraus fragten wir mal beim Bahnhofsvorstand nach Güterzugsfahrzeiten. Er konnte uns sogar Auskunft geben. Ein Blick auf die Uhr löste bei uns daraufhin unmittelbare Aktionitis aus: Wir machten uns unverzüglich auf den Weg in Richtung der nur noch dem Güterverkehr dienenden Strecke nach Dobšiná. Ausschau haltend nach möglichen Fotostandorten und vor Allem nach einem auftauchenden Zug kamen wir genau ein Dorf weit bis nach Betliar und dort stand er dann: Eine Bardotka mit drei Güterwagen. Wir sind sofort hin zum Bahnhof und mal einfach drauf gehauen. Kaum hatten wir uns noch ein paar Meter in die Ausfahrt gestellt, fuhr der als G 82230 geführte Lokalgüterzug von Dobšiná nach Plešivec auch schon los:

752 043 der ZSSK in Betliar


Für uns ging es sofort hinterher. Zum Glück fuhr er nicht allzu schnell. So konnten wir ihn unterwegs bis noch Rožňava noch zweimal erwischen:

752 043 der ZSSK zwischen Nadabula und Rožňava mesto


752 043 der ZSSK zwischen Rožňava predmestie und Rožňava


Im Bahnhof Rožňava schauten wir dann auch nochmals vorbei, da wir lokale Manöver erwarteten. Enttäuscht wurden wir nicht und so konnten wir nochmals eine Ladung Fotos anfertigen.

752 043 der ZSSK in Rožňava


Wir hatten dann genug. Zudem drückte auch irgendwann einmal die Zeit um Richtung Plešivec vorzurücken. Bekanntlich hatten wir da am Morgen etwas Grünschnittpflege gemacht, der Güterzug war nun eine Möglichkeit dort die Ernte einzuholen. Wir hatten zwar am morgen schon R 812 dort erwischt, doch war der noch mit Frontschatten erledigt worden, etwas das es jetzt nicht mehr gab:

752 043 der ZSSK zwischen Vidová und Slavec jaskyňa


Wir kamen auch ins Gespräch mit einem weiteren Fotografen welcher schon dort stand. Es war ein Kollege aus den Niederlanden, welcher zuvor noch etwas in Ungarn geweilt hat. Er brachte uns da auch auf eine Idee für die Rückreise - doch davon ein anderes mal. Nachdem der Local durch war, war für uns aber die Zeit reif für eine Stelle in Jovice. Der Theorie nach sollte da bei Gelegenheit ein "Steinzug" auftauchen. Wir hatten eine entsprechende Leistung auf Bildern im Internet gesehen. Der Zug soll werktäglich zwischen Turňa nad Bodvou jenseits des Soroška Passes und Slavec diesseits des Passes verkehren. Transportiert wird damit wohl Kalkstein oder was ähnliches für das Zementwerk in Slavec. Am morgen hatten wir die Hinfahrt schon in Turňa nad Bodvou gesichtet, so dass wir zuversichtlich waren, dass die Rückfahrt auch stattfinden würde. Etwas vorzeitig gegenüber unseren Rechnungen kam er dann auch um die Ecke gebogen. Insgesamt drei Bardotkas hingen am Zug, vorne zwei und hinten die Leerfahrt von heute morgen als Schublok.

751 026 der ZSSK in Jovice


Es ging nun zurück an die Stelle bei Plešivec. In Rožňava stellten wir fest, dass der "Steinzug" Platz für den entgegenkommenden Rychlík nach Košice gemacht hat. So gab es kurzerhand hinter Rožňava nochmals ein Foto:

751 026 der ZSSK zwischen Rožňava und Slavec jaskyňa


Bei Plešivec warteten wir nun auf den Rychlík 814 "Slatina" in Richtung Bratislava, welcher dann auch mit der obligaten Viertelstunde Verspätung bei uns durchfuhr:

754 084 der ZSSK zwischen Vidová und Slavec jaskyňa


Unmittelbar danach ging es wieder nach Jovice. In einigem Abstand zum Rychlík sollte ein weitere Local von Košice her nach Plešivec fahren, den wir dort zu verewigen hofften. Leider aber wurde daraus nichts. Mangels Rangieraufenthalten auf den Unterwegsstationen war er stark vorzeitig unterwegs und fuhr gerade in Rožňava ein als wir dort über den Bahnübergang nach Jovice wollten. Pech gehabt!
Wir machten Kehrtwende und fuhren nach Plešivec in den Bahnhof. Dort geht sollte was in der Bahnhofseinfahrt gehen. Die Loks des Steinzuges wurden gerade im Depotbereich - Plešivec hat einen kleinen Rundlokschuppen und weitere Depot-Gebäude - abgestellt. Sonst war eine 736er in Reparatur, eine weitere fuhr gerade in Richtung Lenartovce aus. Der Local aber liess sich Zeit. Viel Zeit, sehr viel Zeit sogar: zuviel Zeit für uns. Nach gut einer Stunde Warterei drückte bei uns der Terminplan. Es stand nun der Rychlík 816 "Vojšín" aus Košice an, welchen wir in Jovice erlegen wollten. So fuhren wir dahin. Der Local kam uns dann kurz nach Rožňava entgegen. Hätte nicht mehr gereicht wenn wir auf den gewartet hätten. In Jovice platzierten wir uns auf die Brücke bei der ehemaligen Haltestelle. Zeitlich war es notwendig dass der Zug mit möglichst wenig Verspätung kommt, war die Schattensituation doch schon bedrohlich. Es reichte aber noch:

757 014 der ZSSK in Jovice


Wir machten uns auf hinterher und fuhren einmal mehr nach Plešivec. Für mich als Beifahrer reichte es hier gerade noch zu einem Foto bei der Ausfahrt des Zuges aus dem Bahnhof:

757 014 der ZSSK in Plešivec


Das war aber nur Beigabe denn eigentlich war nun wieder der Güterverkehr an der Reihe. Auf der Nebenpiste aus Muráň sollte von halber Strecke (genauer vom Magnesitwerk bei Lubeník) aus noch was nach Plešivec zurückfahren das wir - sofern es denn fährt - ablichten wollten. Via Gemerska Horka (respektive für uns lieber ungarisch Gömörhorka) ging es rein ins Tal. Die Frage war halt: fährt der Zug, und fährt er pünktlich. Bei Locals immer so eine Sache. Wirklich weit kamen wir nicht, denn kaum nach dem passieren von Hucín sahen wir den Zug entgegenkommen. Wir erwarteten eine Bardotka mit ein paar Güterwägelchen, was da aber kam war je eine Bardotka vorne/hinten mit einem ziemlichen Riemen an Containerwagen. Nett!
Wir hatten uns zum Glück bis hierhin schon zwei Stellen notieren können, die wir nun nach einem schnellen Wendemanöver anfahren konnten. Kaum waren wir an Stelle 1 kam auch der Holländer dazu, welchen wir schon am Morgen gesehen hatten. Er war den Zug schon etwas länger am Verfolgen.

752 048 der ZSSK zwischen Gemerská Hôrka zastávka und Hucín


Stelle 2 war dann etwas näher Richtung Gemerska Horka. Da der Zug eine leichte Steigung zu bewältigen hatte, reichte es problemlos bis dahin.

752 048 der ZSSK zwischen Gemerská Hôrka zastávka und Hucín


Wir versuchten dann in der ehemaligen Haltestelle von Gemerska Horka noch einen Streiflichtschuss, doch klappte das nur sehr begrenzt. So ging es weiter, rein nach Plešivec.
Hier war gerade richtig viel los: Auf Gleis 2 machte sich gerade ein Metrans Güterzug mit ER20 daran loszufahren:

223 002 der MTR in Plešivec


Die Lichtsituation liess auch etwas Kunst zu - oder zumindest ein Versuch davon ;)

223 002 der MTR in Plešivec


Und dann kam auch schon die Bardotkas in den Bahnhof reingeschlichen:

752 048 der ZSSK in Plešivec


Dann war aber Ende Feuer. Die Sonne verschwand schnell hinter dem Bergrücken und für uns bedeutete dies Feierabend zu machen. Wir hatten auch noch einige Kilometer vor uns, hatten wir doch erneut in Košice ein Zimmer gebucht. So ging es einmal mehr über den Soroška-Pass rüber und rein nach Košice. Unterwegs gab es noch einmal kurz etwas Stellenschau für morgen.
Das Zimmer war erneut ganz ausgezeichnet. Schwieriger wurde es mit Essen: Irgendwie gibt es überall Kaffee/Bars, aber richtig Restaurants waren nicht gerade zahlreich anzutreffen. Schlussendlich landeten wir bei einem Italiener. Im Anschluss gab es dann noch eine Rum-Degustation: Den hatten wir heute verdient, war der Tag doch als sehr erfolgreich zu bezeichnen. Im Hotel gab es dann nochmals eine kurze Planungssession für den morgigen Tag.

Was wir dabei erlebten wird euch dann Pascal erzählen wenn es wieder heisst: k.u.k. mal: zwei Schweizer in einer Ösi-Karre