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Norwegischer Frühling #2 – Teil 5: Einmal um Fauske und dann pendelt es langsam aus ...

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Mittwoch 22.05.2019

Der Wecker klingelte wieder einmal um 05:15 Uhr. Denn am Vormittag sollte es schön sein, und der Nachtzug wollte ich dann doch noch einmal machen. Als ich aber nach dem Aufwachen den Vorhang zur Seite schob schaute ich vermutlich auf die letzte und einzige Wolke am Himmel. Der Wecker snoozte zwei mal und um 05:40 schaute ich nochmal raus, war es wirklich bewölkt oder hatte ich vielleicht geträumt? Auf jeden Fall war es jetzt blau da oben ... und ich kam etwas in Stress. Ich zog mich an und nahm meine Kameratasche. Der Blick auf die Uhr dann aber ... runter zur Stelle. Keine Chance, dass würde eine sehr enge Kiste, mit starker Tendenz zum schief gehen.
Also liess ich es bleiben und zog die Jacke wieder aus. Dafür wurde die Drohne startklar gemacht. Immerhin diesen Blick konnte ich umsetzen.

Und nochmal der Nachtzug von "oben", diesmal von weit oben. Aufgenommen von der Hütte aus. Um runter zu fahren reichte die Zeit nach dem aufstehen dann plötzlich nicht mehr.


Man siehts auf dem Bild schon, da unten bei Mosjøen hingen die Wolken, und die kamen schneller näher als vermutet. Aber uns war es egal in dem Moment. Denn unser Ziel lag weiter nördlich. Ich legte mich nochmal hin für 20min und dann war schon aufstehen angesagt. Wir assen kurz etwas und schmierten die Stullen. Das Ziel war das Saltfjell für die beiden Polarkreispendel. Der Nordfahrer wäre ungefähr um 9 Uhr da, also müsste man um 07:30 Uhr raus. Klappte auch alles prima, nur die Belagsarbeiten auf der E6 machte uns etwas Sorgen. Prompt standen wir da 20min drin bevor es weiter ging – dann aber Flott.
Ich rechnete nicht damit den Zug da oben noch zu sehen ... aber es ging dann plötzlich schneller als erwartet und nur 2min vor dem Zug waren wir an der Strassenbrücke. Da wo man den Nachtzug auch hätte machen können. Aber um 5 Uhr in der Hütte losfahren um um 7 Uhr da oben zu sein. Ich konnte mich nicht so richtig motivieren. Das Bild habe ich ja schon ...

Ja dieses Bild ... 2007, also 12 Jahre her. Aber die Züge sehen ja noch fast so aus. Deshalb hatte ich nicht unbedingt den Drang da hinauf zu fahren in diesem Urlaub – nur für den Nachtzug. Ihr versteht? :-)


Aber wir sind ja im Jahr 2019. Und hier und heute gab es an der Stelle einen Talent in noch deutlich winterlicherem Ambiente.


Wer die Bilder von "vor einer Woche" noch im Kopf hat ... sieht hier wie schnell es dem Schnee auf dem Fjell an den Kragen ging. Noch eine Woche vorher war die Schneedecke auf dem höchsten Punkt des Saltfjells praktisch geschlossen. Nun fährt der Zug 473 aber durch viel braun / weisse Landschaft.


Jetzt bin ich irgendwie abgeschweift. Wo bin ich stehen geblieben? Ahja, beim gerade so erwischten Talent. Für den Gegenzug der in Lønsdal gekreuzt wird stellten wir uns gegenüber der Häuser auf einen kleinen Hügel. Man nimmt mit, was man mitnehmen kann ... auch wenn mir nach der Zeit die Talente schon wieder langsam zum Hals raus hängen :-).

Ein Talent als Zug 470 von Bodø nach Mosjøen auf dem Saltfjell kurz vor der überquerung des Polarkreises.


Der Frontschuss mit der Drohne.


Der Nachschuss von unten .... mit noch fast Winter.


Und der Nachschuss mit der Drohne. Gell, die Talente werden langsam langweilig? :-).


Die Nase von Daniela war wieder frei zu der Zeit. Das Fjell war frei von Pollen. Sie wollte also nicht so schnell wieder weg. Zum Glück hatten wir es nicht eilig, und den Mittagszug in zwei Stunden wollten wir auch noch gleich da oben nehmen anstatt am Fjord.
Im Polarkreiscenter machten wir etwas Sightseeing und nach 30min schlendern durch den Shop fuhren wir in Richtung Lønsdal. Ich hätte den Zug ja gerne im Bahnhof fotografiert, also sind wir gleich mal da hin. Aber da war es Schleiertechnisch irgendwie ungünstig. Nach 10min warten verabschiedeten wir uns wieder ... denn der Schleier hing stationär da oben. Nur 5km weiter vorne sah es deutlich besser aus. An der grossen Aussenkurve direkt am Fjelleingang stellten wir uns dann an die E6 für den Güterzug.
Gubi hat den Zug an der Stelle vor ca. 10 Tagen schon fotografiert, aber irgendwie querer ... da gefiel mir die spitze Version besser. Der Zug ist von da aus zum Glück schon weit hinten kurz hinter dem Bahnhof kurz zu sehen, die Drohne surrte also nach der Sichtung hinauf.

Güterzug 5790 ist pünktlich auf dem Weg nach Süden. In kürze erreicht er das Saltfjell und ab da gehts dann bis Mo i Rana nur noch bergab.


Und von oben. Es zieht wieder einmal die 003. Die hatte ich jetzt auch schon mehr als einmal :-).


Das klappte ja mal prima. Und wir wanderten weiter auf den Pfaden vom Gubi. Er wurde damals vom Schleier nach Norden getrieben, bei uns war es einfach die Lust :-). Wo hin genau wusste ich nicht, ich wusste einfach wo ich nicht hin will, da wo er war. Also gondelten wir hinunter über den letzten E6 Abschnitt den man irgendwie noch nicht angefasst hat.
Beim Touricenter Saltdal gab es etwas Getränke und dann standen wir auch schon fast an einer Stelle. Es gibt da unten ja zu viele davon! Di4 hatte ich aber nun schon ordentlich oft von nahem, also gerne mal noch von ganz weit weg mit viel Landschaft – also nicht mit der Drohne ;).
Direkt hinter Setså gibt es einen Querblick auf die Bahn, und da bauten wir uns einfach auf. Ein paar Stullen wurden gespachtelt und dann wurde es langsam Zeit. Die Drohne platzierte ich weiter unten wieder an einem Felsentunnel.

Der rote Rt 472 nach Süden kurvt südlich von Fauske kurz vor Setså entlang des Fjords.


Die Di4 die zog blieb unerkannt ... wetten es war wieder die 655? :-)


Und nochmal mit der Drohne.


Jetzt wurde es träge. Denn der nächste Zug wäre erst der Rote in knapp drei Studen nach Norden. Man hätte jetzt natürlich für ein Talent Zugpaar an Fauske vorbei fahren können. Aber irgendwie wollten wir nicht. Dafür suchten wir gemütlich etwas für den Roten nach Norden und legten dann eine Pause im Auto ein, mit einem herrlichen Blick auf die Fjorde und die Landschaft.
Nicht ganz unbemerkt, aber dafür etwas unerwartet, zog dann etwas vor die Sonne. Etwas was so nicht vorgesehen war .... Wolken! Nicht viel davon, aber im richtigen Moment am richtigen Ort. So ging der Rote nach Norden einfach mal im Schatten durch. Grrrrr! Genau so der nächste Talent nach Rognan. Dafür hatte ich sooo eine schöne Talentstelle :-(. Wir waren kurz davor zu gehen .... aber der Güterzug nach Norden der könnte ja trotzdem wieder Licht haben?
Daran geglaubt haben wir nicht, aber ob wir jetzt in der Hütte gemütlich sitzen oder hier oben mit diesem Ausblick?
Die S-Bahn nach Bodø kam pünktlich zurück und in dem Moment war die Sonne schon wieder da.

Ein Talent der "S-Bahn Bodø" hat Rognan gerade verlassen und fährt als Zug 1791 nach Fauske – Bodø.


Dieses kleine Dorf ist nun eben dieses Setså.


Als nächstes war dann schon der Polarkreispendel nach Süden dran. Der kam nach der Kreuzung in Fauske planmässig. Wir standen dabei auf der anderen Seite des Ortes direkt am Wasser.

Zug 474 nach Mosjøen rollt noch nördlich vom Polarkreis durch den lauschigen kleinen Ort Setså.


Und dann wieder rüber hinauf. Güterzug ... hoffentlich kommt er heute. Wir hatten auf ihn ja vor einer Woche schonmal vergebens gewartet. Er müsste in Rognang mit dem oben gezeigten Talent kreuzen und dann so 10min später bei uns. Er kam, und es war Sonne ... irgendwie, auch wenn es nicht voll so aussieht.

Zug 5795 kommt aus Trondheim und hat sein Ziel Fauske bzw. Bodø fast erreicht. Er fährt hier dem Fjord an Setsa vorbei nach Norden.


Und mit der Drohne nur etwas querer.


Und das war's dann auch. Es gab ja gewisse Tendenzen im Auto noch auf den Nachtzug zu warten in Setså. Aber nochmal 4 Stunden warten ... um dann im Schleier zu sitzen? Neeeeeee dankeschön. Dann wären wir ja schon fast im Bett in der Hütte :-). Ich könnte ja jetzt wieder mit einem Bild von 2007 kommen ... da erging es uns nämlich so wie ich es heute schon vermutete.
Wie auch immer. Wir nahmen die E6 wieder nach Süden. Und der Wetterbericht hatte mal recht, schon kurz hinter Røkland fuhren wir in die Wolken hinein. Das Fjell und der ganze Weg war dunkel ... erst bei Mo i Rana lichteten sich die Wolken wieder, und gaben dem Schleier Platz. Schön oder?
Wir waren spät dran heute und auf Kochen hatten wir keine Lust beziehungsweise wir hatten auch nichts eingekauft. Der Wochenrückblick war erst für morgen Abend geplant :-). Also sind wir chic Essen gegangen, was um 21 Uhr in Mo i Rana gar nicht so einfach ist. Also sind wir typisch Norwegisch Essen gegangen. Bei einem Türken in der Pizzeria Milano. Es war jetzt nicht uuunbedingt ein Schuppen den man gesehen haben muss. Aber es gab noch warme Küche :-).
Im Bahnhof stand die Mz mit dem Schotterzug, wie immer. Und es ging ein kühler Wind. Der Wetterwechsel war also geschehen.

Der Abend dann in der Hütte, nochmal einen wunderschönen Sonnenuntergang über dem Ranafjord.


Der Sonnenuntergang wurde abgewartet und dann ging es ins Bett.

Donnerstag 23.05.2019

Früh aufstehen musste heute nicht. Denn alle möglichen Prognosenlügis waren sich einig: Wetter in Mo i Rana ist nicht. Den Wetterwechsel hatten wir ja gestern schon mitbekommen mit empfindlich tieferen Temparaturen. Auf dem Fjell könnte es aber zum Mittag durchaus ein, zwei, drei Sonnenstunden geben. Also Meteblue meinte dies, Yr wollte davon nichts wissen. So schliefen wir gemütlich aus und sind dann nach dem Frühstück mal in Richtung Fjell aufgebrochen. Die letzte Chance heute, wer weiss was so geht. Der Bahnhof von Lønsdal hätte mich ja durchaus gereizt mit dem Güterzug.
Heute war es aber anders als sonst immer in dem Urlaub. Denn ganz untypisch war das Wetter ja meist besser als vorhergesagt, heute passte es aber nicht. Anders rum. Wir fuhren gleich mal zum Touricenter und wurden von einem kalten und nassen Wind begrüsst. So ganz anders als die letzten Tage. Eine Stunde harrten wir aus bis gegen 11:30 Uhr. Der Güterzug wäre in einer Stunde da. Aber keine Chance. Auch die Webcams des Strassenbauinspektorats von Mosjøen bis Fauske zeigten alle nur dunkle Wolken am Himmel. Ob es aufreisst? Ich hielt es für eher wenig wahrscheinlich. Denn auch der Radar zeigte keinerlei Löcher in der Wolkendecke.
Aber vielleicht weiter unten ... wer weiss. Wir sind dann gemütlich ein letztes mal vom Fjell runter gefahren nach Mo i Rana. Aber auf der ganzen Fahrt blieb es dunkel und bedeckt. So muss man sich für keinen Zug stellen.

Also sind wir nach einem Einkauf (und da waren schon wieder Menschen mit Unmengen an Pfandgut) zurück zur Hütte. Entspannen, am letzten Hüttentag. Es geschah eigentlich nichts mehr heute. Wir begannen schonmal unsere Sache zu Packen und ich führte die ersten Transporte zum Auto durch. Dabei hatte ich immer den Blick zum Himmel ... denn mit den Erzzügen hätte ich durchaus ja auch noch etwas machen können. Aber es war einfach nicht.
Wir spielten Karten und machten mit Svein noch einen Termin für die Schlüsselübergabe morgen aus. Es war wohl der „langweiligste“ Tag des ganzen Urlaubs, die Kamera blieb den ganzen Tag in der Tasche. Auch am Abend war keine Chance auf Sonne und so zogen auch die ansonsten beliebten Talente vorbei ohne mit der Drohne aufs Korn genommen zu werden.
Langweilig aber gemütlich! Zum Abendbrot gab es den guten Wochenrückblick :-).

Gute Nacht, zum letzten mal.

Freitag 24.05.2019

Der Tag der Abreise ist schon da. Am Vormittag sollte das Wetter noch ganz passabel werden. Aber alles nichts um Berge zu versetzen. Wir hatten ja am Abend in Snasa die Unterkunft gebucht und da meldete ich mich irgendwann gegen 18 Uhr mal an. Mit der Frage ob man auch etwas zu Essen bekommt bei ihm, oder etwas Grillieren kann – zum Bier will man ja etwas Boden haben :-).
Mit Svein hatten wir uns um ca. 11 Uhr verabredet in seinem Zuhause, wir sollten ihm den ATV-Schlüssel und die Bettwäsche doch gleich mitnehmen.
Also starteten wir gegen 9 Uhr voller Elan in den Tag. Assen auf was zum Frühstück noch übrig war und dann fegten wir die Hütte Besenrein. Dafür musste, erst zum zweiten mal, der Generator noch angeschmissen werden. Der Staubsauger kommt nämlich mit der Batterie nicht ganz klar :-).

Am Vormittag war es noch ziemlich Sonnig. Hier der letzte Blick von der Terrasse runter auf den Ranafjord. Wer jetzt mit einem Bild des ersten Teils vergleicht sieht ... die Vegetation ist vom Winter auf den Sommermodus gerutscht.


Und um 10:30 Uhr startete ich das letzte mal das ATV. Schade schon, denn mit diesem Gefährt hatte ich in den letzten Tagen ganz viel Spass. Je länger je mehr muss man sagen :-). Wir parkten das Vehikel in der Garage und fuhren zu Svein. Sein Haus erkannten wir daran, dass sein Defender in der Einfahrt stand. Er kam von der Schule eben rüber und es gab noch ein Käffchen und ein Snack bei ihm im Haus. Dies alles übrigens mit mehr oder weniger starkem Sonnenschein.
So gegen 12 Uhr, wie geplant, schüttelten wir die Hände – bis irgendwann – und dann ging die Fahrt nach Süden los. Geplant hatte ich genau so. Denn so wären wir um 13 Uhr bei Mosjøen und wer weiss, vielleicht wenn Sonne wäre könnte man den Roten ja noch nehmen.
Aber Sonne war nicht, daran war ja nicht mal zu denken. Der Zeitplan ging auf, trotz einer Umleitung auf der E6 über einen Pass anstatt durch einen Tunnel. Punktgenau am Bahnhof von Mosjøen trafen wir auf den Roten. Er beschleunigte aus dem Bahnhof hinaus als wir auf der E6 weiter nach Süden fuhren.

Es blieb auf der ganzen Fahrt dunkel, und die ein oder andere Baustelle mit kurzfristigen Sperrungen machten es etwas langsamer. Aber war uns ja egal, wir wollten erst um 18 Uhr oder so beim B&B&B sein. Der Gastgeber hatte sich auch gemeldet in der Zwischenzeit und meinte er sei heute Abend leider erst gegen 22 Uhr Zuhause. Also schauten wir selber mit dem Abendessen.
Da unten kurz vor Snasa war dann plötzlich seeeehr viel Blau zu sehen. Stellen fanden wir auch sofort direkt südlich von Snasa. Zwei Stück, für zwei Züge. Denn der Güterzug nach Süden war nur mehr eine Stunde weit weg, und der Rote deren zwei. Nur zog das Blau dummerweise in die falsche Richtung. Und ich verabschiedete mich schon mal von der Idee noch zwei Bilder machen zu können heute. Aber auch in diesem B&B&B war ich vermutlich nicht das letzte mal in meinem Leben ... und dann wäre es ja vielleicht Sonnig :-).

Also sind wir zum Abendessen übergegangen. Wieder „typisch Norwegisch“, wobei heute deutlich leckerer. Snasa ist halt auch ein Nest, da bekommt man nicht viel. Man hätte natürlich nach Steinkjer vorfahren können zum Essen. Aber 45min hin und 45min zurück, musste dann ja auch nicht unbedingt sein.
Bei der Unterkunft hing ein Zettel an der Türe: Nil – Zimmer 3. Gast Y – Zimmer 5. Bier gebe es an der Bar und die Gläser stehen in der Küche. Viel Spass! Hihihihi ... selbstbedienung! Mit 8 verschiedenen Biersorten. Lob ich mir!
So weit kam es aber nicht, denn der Hausherr war da irgendwie. Und er war gerade mit Fleisch bepackt auf dem weg zum Grill. Sein Abendprogramm habe sich spontan geändert ... und wir hatten schon gegessen :-(.
Aber immerhin konnte er uns so die Bier selber zapfen. Zumindest dann wenn er nicht gerade weg war. Ansonsten bedienten wir uns selber. Wir zwei, sein Sohn und der andere Gast tranken bis weit in die Nacht hinein Bier und später noch aufgetischter Aquavit. Die Rechnung? 140EUR für Schlafen und Saufen. Ist gar nicht sooo schlecht ... dafür bekommt man in Norwegen selten so viel geboten :-). Im Ernst, der Abend war lustig und wir unterhielten uns prächtig. Erst gegen halb 1 Uhr mussten wir langsam. Denn morgen sollten wir um 08:30 Uhr wieder auf der Strasse sein.

In der Grana Byggery, dem B&B&B. Es war ein lustiger und langer Abend ... mit selbst gebrautem Bier und einer Menge Aquavit.



Samstag 25.05.2019

Geschlafen habe ich wie ein Stein. Und am Morgen war ich erstaunlich „Fit“. Also nicht bereit Berge zu versetzen, aber zwei Stunden fahren würden flockig von der Hand gehen. Um 08:30 Uhr verabschiedeten wir uns vom Gastgeber, er sah auch gezeichnet aus von dem Abend gestern. Seinen Sohn und den anderen Gast hatten wir gar nicht mehr gesehen heute :-).
Bis nach Steinkjer ging es über Nebenstrassen, und dann hatte uns die E6 wieder. Im Regen fuhren wir nach Süden bis vor die Tore Trondheims. Zum Flughafen. Pünktlich waren wir da. Bis zum Boarding war noch eine Stunde hin. Genug Zeit um zu Tanken, das Auto ab zu geben und in der vollen Check-In Halle den richtigen Schalter zu finden.
Als wir dann 10min vor dem Boarding am Gate auftauchten fehlte irgendwie noch ein Flugzeug. Eine KLM Embraer war weit und breit nicht zu sehen. Ja freunde, wieder nicht pünktlich heute? Mit 60min hatten wir zwar in Amsterdam heute mehr Zeit zum umsteigen, aber viel Verspätung mag es trotzdem nicht leiden.
Der Flieger kam dann bald und mit ungefähr 20min Verspätung ging es los in Richtung Amsterdam. Da waren es noch 10min Verspätung. Der Anschluss nach Zürich hatte aber auch 20min Verspätung, und so reichte es locker. Ja selbst das Gepäck kam mit bis nach Zürich.
Und dann ... direkt zum Gubi, es gab Dampfnudeln mit freunden. Der Termin war schon lange fix. Der Vorteil: Gubi wohnt nahe am Bahnhof und von Zuhause aus kam ein Auto ... das Gepäck musste also deutlich weniger weit geschleppt werden als wenn wir den Umweg über Uster gemacht hätten :-).

[hr]

Epilog: Und so endet der Urlaub ... schneller als einem lieb ist. Bezüglich Wetterbericht war es aber nicht so schlimm. Denn das schlechte Wetter hing nun gemäss der Prognose da oben. Länger bleiben hätte man deswegen also nicht müssen.

Es war so wie es war wunderschön! Viel besser kann man es sich kaum wünschen.
Das Haus von Svein war wirklich eine Perle, wir können uns einfach überhaupt nicht beschweren.

Und nun "ist auch mal Mo i Rana abgefrühstückt“. Ein Ort an dem wir ja sonst immer nur kurz waren. Die Taktik des aussitzens an einem Ort ohne hin und her rennen hat sich voll ausbezahlt. Denn der Wetterbericht lag ja nicht immer ganz richtig. Und um Mo i Rana kann man eine Menge machen. Der Stresspegel in dem Urlaub war nie höher als er für den Urlaub sein muss ... was man sonst nicht immer behaupten kann :-).
Norwegen geht sowieso immer ... und mehr könnte man vor allem noch nach Süden machen. Da ist der Verkehr zwar noch dünner (Talente fehlen), aber die Landschaft ist eben so herrlich. Ja, das letzte mal wird es nicht Norwegen gewesen sein. Das nächste mal vielleicht in einem Herbst, oder Winter? Im Winter stellt Svein nämlich ein Schneemobil anstatt des ATV's ;-).