Schwitzen im Stiefel - Teil 1

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Prolog:

Eigentlich war bei mir im Sommer nichts mit Ferien geplant, da schlicht über keine freien Ferientage mehr verfügend. Irgendwie bot sich aber das Wochenende vom 29./30.7. geradezu an irgendwas zu machen. Mit einem Freitag am 31.7 gäbe es nämlich gleich 4 Tage - Bundesfeiertag am 1.8. sei Dank. Auf meine Frau musste ich in der Zeit eh nicht Rücksicht nehmen, war sie doch die Ganzen zwei Wochen mit einer Kollegin in Kroatien unterwegs. So kontaktierte ich Anfangs Juli mal Pascal in der Sache im Wissen: Lehrer -> Sommerferien -> Zeit ;-)
Er sprang sofort darauf an. Fragte sich nur: was machen? Ich liebäugelte mit Koper-Rampe, allenfalls auch Split-Rampe mit selber rüber fahren. So wirklich prickelnd fand Pascal das nicht, besonders nicht das selber fahren. Die Zieldestination aber war ok. Die Suche nach möglichen Anreisewegen führte aber nur zur Erkenntnis: irgendwie alles nur so mässig begeisternd, teuer, blöd in der Zeit, etc. pp. Dazu kam ein Blick auf die Hotelpreise welcher einfach nur abschreckend war. Pascal warf dann mal ein: da gibt es doch noch so Diesel-IC in Kalabrien, und Sizilien sei auch nett. Ok, letzteres war ich im Frühling schon (-> https://bahnbilder.ch/travelogue/849 ) , doch waren das Sightseeing Ferien und entsprechend gab es Lücken. Die Diesel-IC tönten aber spannend. Und auch für die Anreise boten sich Möglichkeiten.
Pascal konnte mir dann noch etwas mehr Zeit abschwatzen. Finaler Plan: Donnerstag Mittag geht es los mit dem Zug nach Milano wo man sich dann trifft. Mittels Frecciarossa geht es dann nach Rom wo wir den Nachtzug nach Catania besteigen. Zurück geht es dann am Dienstag 1.8. von Taranto wieder via Nachtzug nach Milano, wo sich dann unsere Wege wieder trennen. Zwischendrin hatten wir Ideen wie wir die Tage füllen.
Ich war die Tage vor den Ferien geschäftlich noch gut ausgelastet und war froh, nahm sich Pascal enthusiastisch der Fotostellensuche und Planung an. Etwas argwöhnisch beachteten wir das Wetter. Die Woche zuvor gab es eine Hitzewelle mit Tagestemperaturen von über 40°C. Zu Allem Ungemach gab es rund um Palermo auch noch Waldbrände. Immerhin kühlte es dann just auf unsere Anreise noch ein paar Grad ab.



Donnerstag 27.7.2023

Mein Tag begann früh, denn schon um 7 Uhr war ich im (Home-) Office und arbeitet mal noch bis kurz nach 11 Uhr. Dann schnell den Koffer geschnappt, zu Fuss zum Bahnhof und schon war ich auf dem EC53 unterwegs nach Milano. Dank Gebummel zwischen Domodossola und Milano kam ich dann rund 20min zu spät in Milano an. War aber kein Problem, Pascal war auch gerade erst am ankommen und wir hatten etwas Kulturpuffer eingeplant. Bald war es dann schon Zeit den Frecciarossa zu boarden. Im Tiefflug ging es dann runter nach Roma Termini. Wir hatten nun etwa 2h Zeit die wir noch mit einem Nachtessen überbrückten. Dass wir dann nicht pünktlich abfahren würden war klar, als zur Planabfahrzeit der Zug erst gerade ans Perron rein gefahren wurde. Wir fuhren schlussendlich mit ca. +30 ab. Leider gab es nur noch ein 4-Abteil im Liegewagen, so dass wir zwei Mitreisende hatten. Die waren aber soweit ok. Ich war dann recht bald im Land der Träume. Pascal war dann für die Fährfahrt mal draussen, ich war erst in Messina wach. Bald erreichten wir Catania. Wie wir kurz vor halb acht aus dem klimatisierten Zug ausstiegen traf uns fast der Schlag. Ja: es hat ein paar Grad abgekühlt, anstelle >40°C als Tageshöchsttemperatur sollte es nun nur noch knapp 40°C geben. Doch das reichte nach wie vor um Morgens um halb acht schon irgendwo im Bereich von knapp 30°C zu sein -> heftig, so eine Sauna so frühmorgens.
Wir gönnten uns in der Bahnhofsbar mal einen Espresso und was Süsses. Danach liefen wir mal die 20min zu Fuss zur lokalen Europcar-Filiale. Wir hatten uns für die nächsten Tage einen Fiat Panda gebucht. Pünktlich zur Öffnung um halb neun waren wir schweissgebadet vor Ort und schon bald waren wir auf Achse.
Wir haben im Vorfeld zwei Optionen diskutiert was wir heute als erstes machen wollen. Idee 1 war runter nach Augusta wo sich eine schöne Morgenstelle an der Normalspur befand, Idee 2 war direkt hoch an die Ferrovia Circumetnea zu fahren. Option 1 liessen wir dann zugunsten von Option 2 aus, zumal uns in Augusta ein bisschen die passenden Züge fehlten, respektive wir schon fast zu spät dort wären. So ging es hoch direkt in Richtung der FCE Strecke. Erste Anlaufstelle war eine Stelle in der Nähe von Paternò. Anzufahren war das recht einfach, aber die letzten Meter ging es dann zu Fuss ins Gelände. Im Vergleich zur im WWW gesehenen Ansicht hatten wir aber ein (nicht lösbares) Vegetationsproblem, so dass wir uns dann vor Ort eine etwas andere Fotoposition als geplant einnehmen mussten. Schon bald brummte dann der Vulcano DMU durch:

Vulcano DMU 1 als Regionale 9 bei Paternò


Wir kämpften uns dann durchs Gebüsch zurück zum Auto und fuhren weiter. Ziel war eine bekannte Stelle zwischen Bronte und Maletto, wo uns schon bald ein Triebwagen aus Randazzo entgegenkommen sollte. Zugang zur Stelle ab der Hauptstrasse fanden wir schnell und so hatten wir ein nächstes Foto im Kasten:

ADe 19 als Regionale 10 bei Maletto


Es ging dann wieder hoch zum Auto und dann in Richtung Bronte. Wir hatten nun etwas Zeit bis zur nächsten Leistung, so dass wir uns mal um die Getränke und Essensversorgung kümmern konnten. Nach dem Einkauf in einem örtlichen Supermarkt ging es zum bekannten Lavafeld oberhalb Bronte am Rande des Industriegebietes. Noch war Zeit für einen kurzen Lunch, bevor dann der Triebwagen aus Randazzo angebrummt kam:

ADe 15 als Regionale 14 in den Lavafeldern bei Bronte


Wir fuhren nun einmal rundherum um das Lavafeld und stellten uns am oberen Ende beim Bahnübergang hin. Es sollte zwar nur ein Nachschuss werden, aber beim eh schon nicht so dichten Fahrplanangebot hiess es alle Züge zu erwischen die fuhren. Und so konnten wir die Stelle mit Ätnablick auch umsetzen:

ADe 13 und 18 als Regionale 15 bei Bronte


ADe 13 und 18 als Regionale 15 bei Bronte


Wir fuhren dem Zug dann hinterher nach Randazzo. Wie wir beim Bahnhof ankamen wurden die beiden Triebwagen gerade getrennt und der eine dann in die Remise rangiert:

ADe 13 und 18 als Regionale 15 in Randazzo


ADe 13 beim Rangieren in Randazzo


Für den nächsten Zug in Richtung Bronte wollten wir uns dann bei Maletto hinstellen. Der nimmt aber in Randazzo Anschluss auf einen der wenigen Züge die auf dem Restabschnitt nach Riposto verkehren. Ich witterte die Chance dem noch etwas entgegen zu fahren. Pascal war zwar eher pessimistisch dazu eingestellt und fand: reicht das dann noch bis Maletto? Ich war aber der Ansicht ja und da ich der Fahrer war... ;)
Schlussendlich wagten wir uns bis zu einer Stelle oberhalb Passopisciaro vor. Rechnerisch wäre der Zug quasi jetzt hier. Doch wir hatten dann noch fast 10min Wartezeit bis er um die Ecke bog:

ADe 16 als Regionale R18 bei Passopisciaro


Wir waren schnell wieder im Auto und dann hinterher. Bis Randazzo hatten wir den Triebwagen bereits wieder überholt, verzichteten aber darauf ihn nochmals zu erlegen, da wir die Stelle bei Maletto nicht riskieren wollten. Schlussendlich hätte es vermutlich problemlos gereicht. So ging es direkt nach Maletto, wo wir uns Ausgangs Dorf hinstellten. Während ich von der Strasse herab fotografierte, stieg Pascal noch etwas ins Gelände. Nicht unbedingt ein weiser Entschluss, tauchte doch bald ein Esel vor ihm auch, welcher nicht ganz so viel Freude an seinem tun hatte. Immerhin kam er dann doch noch das sein Foto zu machen. Hier meine Version von etwas weiter oben:

ADe 16 als Regionale R22 bei Maletto


Erstaunt waren wir etwas über den Triebwagen, war es doch der schon zuvor fotografierte. Trotz anderer Zugsnummer wurde da durchgebunden. Wir fuhren im schnell hinterher, hatten wir doch noch die Idee den Zug ausgangs Bronte nochmals zu erwischen. Würde zwar eng, kann aber klappen, zumal wir die Stelle heute schon mal kurz recherchiert hatten. Es reichte dann auch plangemäss:

ADe 16 als Regionale R22 bei Bronte


Für uns stellte sich nun die Frage: wie weiter? Hier gingen uns gerade etwas die Ideen aus, auch wollten wir eigentlich heute Abend noch in Richtung Caltanissetta, wo sich für morgen eine nette Stelle befindet. Wir beschlossen schon jetzt in die Richtung zu fahren. Ziel war aber zuerst noch die Gegend unterhalb Paternò, wo wir nochmals was mit einem Zug Richtung Catania was versuchen wollten. Pascal war der Ansicht, dass er da eine Stelle gesehen habe. Aber vor Ort fanden wir dann irgendwie nichts. Schlussendlich liessen wir es bleiben und fuhren los in Richtung Inselmitte, genauer bis kurz nach Enna, wo wir uns nochmals an die Strecke stellten. Ich kannte die Gegend schon von meiner Reise im Frühling und wusste wo man wie stehen kann. Leider verpassten wir gerade einen Zug, aber es gab ja noch mehr Möglichkeiten:

Ein unerkannt gebliebener ALn 501 als Regionale R34869 bei Enna


Ein unerkannt gebliebener ALe 501 als Regionale Veloce RV5520 bei Enna


Die Sonne sank dann rapide in den immer stärker werdenden Schmodder hinein - wir tendieren dazu den Schmodder als Rauch der Waldbrände um Palermo herum zu bezeichnen - so dass wir für das aller letzte Foto nur noch Halblicht hatten:

Ein unerkannt gebliebener ALe 501 als Regionale R21521 bei Enna. Im Hintergrund das Städtchen Calascibetta.


Es blieb noch die Fahrt nach Caltanissetta. Im Ort mussten wir dann zweimal um den Stadtkern herum fahren, bis wir wussten wo unsere gebuchte Unterkunft lag. Während Pascal dann zu Fuss dorthin vordrang, suchte ich mal einen Parkplatz. Im Anschluss an den Zimmerbezug suchten wir uns noch ein Restaurant, hatten wir doch noch ein Hüngerchen. Wir fanden eine passende Pizzeria (Pizzeria da Orazio) um die Ecke. Die Pizza war lecker.
Gegen elf Abends waren wir dann im Reich der Träume.


Samstag 29.7.

Die Nacht war kurz, denn wir wollten schon früh wieder raus. Ziel war der Steinbogenviadukt unterhalb Caltanissetta. Es war zwar nur rund eine Viertelstunde fahrt dorthin, aber da wir nicht bis direkt an die Stelle fahren konnten und bereits um 0730 den ersten Zug fotografieren wollten, gab es halt um 0645 Abfahrt. Wie schon gestern Abend war es auch heute Morgen leider extrem schmoddrig und wir kämpften mit etwas fahlem Sonnenschein. Bis zum Zug wurde es aber immerhin noch etwas besser:

Ein unerkannt gebliebener ALe 501 als Regionale 21580 bei Caltanissetta


Wir wechselten dann mal auf die andere Seite des Viaduktes. An der Stelle war ich im Frühling auch schon mal. Bevor wir die Brücke umsetzten, kam aber noch was aus Caltanissetta:

Ein unerkannt gebliebener ALe 501 als Regionale 21514 bei Caltanissetta


Ein unerkannt gebliebener ALe 501 als Regionale 21514 bei Caltanissetta


Danach ging es ein paar Meter ins Gelände, wo wir dann den Viadukt von dieser Seite umsetzen konnten:

Ein unerkannt gebliebener ALe 501 als Regionale 5466 bei Caltanissetta


Einfach so zum Vergleich wie das im Frühling ausgesehen hat, krass der Unterschied...:

Ein ALe501 als Regionale 21509 bei Caltanissetta


Zufrieden machten wir uns auf den Weg an die Nordküste Siziliens. Hier verläuft die Strecke Messina - Palermo häufig direkt entlang des Meeres und so gibt es einige nette Stelle. Eine davon bei Tusa fuhren wir nun auf direktem Wege an. Ziemlich genau mit unserer prognostizierten Ankunft sollte dort der Nachtzug aus Roma nach Palermo durchfahren. Wir konnten dann aber noch ein paar Minuten rausholen, so dass es locker reichte.
Wir stellten aber fest, dass der Bewuchs an der Stelle langsam zum Problem wird. Mit unseren Werkzeugen war da nichts zu machen. Einen Regionale verdaddelten wir dabei, welchen wir nicht auf dem Plan gehabt haben. Für den Treno Notte balancierten wir dann auf der Leitplanke um eher schlecht als recht über den Bewuchs fotografieren zu können. Üblicherweise sind die Nachtzüge beidseitig mit einer E464 bespannt, weshalb wir den Nachschuss in Kauf nahmen. Gar nicht erfreut waren wir dann, als der Zug dann OHNE E464 am Zugschluss an uns vorbei fuhr.
Wir hatten noch eine zweite Stelle auf der anderen Seite von Tusa im Hinterkopf. Angesichts des Gemurkse hier fuhren wir für den Gegen-IC an die zweite Stelle. Er kam dann schon bald, leider mit Steuerwagen voraus, aber ob Lok oder Steuerwagen voraus ist hier eh 50/50 und lässt sich nicht prognostizieren. Die Zeiten von E656 als Zugloks sind leider vorbei.

Geschoben von der E 464 304 ist der Intercity IC730 bei Tusa unterwegs in Richtung Messina


Wir setzten uns wieder ins Auto und fuhren westwärts nach Altavilla Milicia. Die prognostizierte Ankunftszeit welche sich wieder exakt mit der prognostizierten Durchfahrtszeit des Objekts der Begierde deckte, konnten wir erneut um ein paar Minuten unterbieten. So gab es dann sogar noch ein Foto eines Gegenzuges:

Zwei ALe 501 als Regionale R21817 bei Altavilla Milicia


Ein ALe 501 als Regionale R21816 bei Altavilla Milicia


Dann packten wir zusammen und verpassten dabei gerade nochmals einen Zug der überraschend unter uns aus dem Tunnel ausgespuckt wurde. Schade, wäre zur Abwechslung ein POP gewesen.
Es ging wieder ostwärts. Es ging an eine Stelle hinter Cefalù. Üppig Zeit hatten wir wieder nicht. Der Tag heute war gut getaktet. Aber die Erfahrung zeigte auch schon, dass bei der Fahrt via Autostrada die eine oder andere Minute rausgeholt werden konnte. Die Stelle war schnell gefunden, Zeit hatten wir dann mehr als genug, denn der geplante Treno Notte war verspätet unterwegs. So reichte es auch noch für etwas zusätzliche Grünpflege. Vor dem Treno Notte kam aber noch ein POP in die Gegenrichtung:

104.074 als Regionale R22209 bei Spiaggia di Sant’Ambrogio


Dann war es Zeit für den Treno Notte nach Milano. Und eben: normalerweise haben die Treno Notte beidseitig eine E464 dran. Wieso ausgerechnet heute morgen nicht -> ???

464.204 und 464.340 am Zugschluss mit dem Intercity Notte ICN1964 bei Spiaggia di Sant’Ambrogio


Es ging nun weiter östlich. Ziel war wieder Tusa. Dort hatten wir zwei mögliche Stellen gesichtet, welche wir nun nacheinander abarbeiteten. Züge hatten wir für beide Stellen. Nicht so ideal war aber, dass das Fahrplangefüge nun etwas durcheinander war und quasi alle Züge mit etwa 20min Verspätung (oder mehr) unterwegs waren. An der ersten Stelle war die Sonne schneller als gewünscht in Richtung Gleisachse am rein drehen. Das stellten wir dann bei einem Zug aus Palermo fest:

Ein unerkannt gebliebener HTR412 als Regionale R21846 bei Tusa


Leider blieb für einen Stellenwechsel für den angedachten Gegenzug keine Zeit, kreuzen sich diese doch gleich in Tusa:

ETR 104.007 als Regionale R21887 bei Tusa


Durch Tusa durch fuhren wir auf die Gegenseite der Zweitstelle von heute Morgen. Es stand nun ein weiterer Intercity Notte an. Dessen Verspätung war aber auch nicht ideal, denn auch hier war der Sonnenstand schon eher eng.

464.281 mit dem Intercity Notte ICN1963 bei Tusa


Weiter ging es immer schön dem Meer entlang. S. Giorgio war diesmal das Ziel. Erneut gab es einen kurzen Hopser auf der Autostrada um etwas schneller voranzukommen. Die letzten Kilometer ging es dann aber auf der Küstenstrasse. Die Stelle war schnell klar wo man stehen muss, eher problematisch war aber ein Parkplatz zur Verfügung zu haben. Wir fanden ihn dann ein paar hundert Meter von der Stelle entfernt. Angesichts der Enge der Küstenstrasse in diesem Bereich war der Fussmarsch an die Stelle dann nicht gerade die ideale Sache. Immerhin konnten wir dann an der Stelle auf einer Begrenzungsmauer stehen und waren so etwas vom Verkehr weg. Denn warten mussten wir länger als geplant, bis dann der Blues auftauchte:

412.019 als Regionale R12901 bei San Giorgio


Zurück zum Auto und dann ab nach Gioiosa Marea. Hier wollten wir noch ein Motiv vom Strand her umsetzen. Das Motiv zu finden war auch kein Problem, eher problematisch war auch hier das Thema: finde den Parkplatz. Es war heiss und so waren viele Einheimische und Touristen im Meer am Abkühlung suchen. Wir fanden dann aber beim Bahnhof ein Plätzchen wo wir uns noch hinstellen konnten. Schon bald kam der gewünschte Intercity:

Eine unerkannt geblieben E464 mit dem IC723 bei Gioiosa Marea


Bereits stand ein Gegenzug in der Ausweiche, welchen wir auch noch gleich mitnahmen:

412.013 als Regionale R12910 bei Gioiosa Marea


Danach war es auch für uns Zeit eine kurze Abkühlung zu geniessen. Schnell mal die Kamera im Auto versorgt und die Badehose montiert gab es eine kurze Runde im Meer: das tat so richtig gut...
Es blieb bei einer kurzen Runde, denn für uns galt es noch ein paar Meter zurückzulegen. Wir wollen heute noch aufs Festland rüber. Wir erkannten aber die Chance nochmals ein Foto ein paar Kilometer von hier zu machen. Ich fuhr zuerst in die falsche Richtung, bevor mich dann Pascal in die richtige Richtung lotste. So verpassten wir leider den in die richtige Richtung fahrenden Zug und mussten mit dem Nachschuss auf den in Gioiosa Marea kreuzenden Gegenzug setzen. Wir standen aber so hoch im Gelände, dass es quasi egal war:

Ein unerkannt gebliebener ETR104 als Regionale R12918 bei Calavà


Nun hiess es aber endgültig aufzubrechen. Via Autostrada ging es auf direktem Wege nach Messina. Die Fähren zwischen Messina und dem Festland sind zum Glück dicht getaktet, so dass wir eine Viertelstunde nach Ankunft schon verladen und abgelegt. Zwischenzeitlich hatten wir auch ein Hotel (Albergo Ristorante Paradiso) unterhalb Reggio Calabria gebucht. Gegen neun Uhr waren wir dann auch im Hotel. Wir assen gleich vor Ort was - es gab Fischplatte. So wirklich überzeugend war das gebotene nicht. Gegen 11 waren wir dann auch fertig für heute. Zumindest dachten wir das, bis sich zuerst bei mir, dann bei Pascal der Darm meldete. Irgendwas an der Fischplatte war wohl nicht nur nicht überzeugend, sondern auch nicht in Ordnung gewesen. Immerhin haben wir beide im Anschluss dann doch noch Schlaf gefunden.


Was wir in Kalabrien so erlebt haben, davon erzählt dann der zweite Teil der Reihe.