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Osteuropa 2008 - Tage 28 und 29: Ormoz - Freienbach

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Sonntag 27.07.08
Nun hat es mich also wieder, mein eigenes Bett. Bis hier hin wars aber eine lange Reise, an deren Anfang noch eine kleine Fotosession stand. Damit wir diese Session noch durchziehen konnten, sind wir heute früh wie lange nicht mehr aufgestanden, bereits um 8 Uhr waren wir beim Morgenessen, hatten gepackt und ausgecheckt. Da das Licht um diese Uhrzeit relativ parallel zur Strecke war, entschlossen wir uns den ersten Güter nach Cakovec mittels Teleschuss zu erlegen. Damit das Ganze auch noch ein bisschen Motiv hatte, stellten wir uns neben ein Hopfenfeld, wo der Zug dann relativ pünktlich kam.
JZ 664 der SZ zwischen Ptuj und Moskanjci


Anschliessend fuhren wir zur einzigen Brücke auf der Geraden, wo wir auf den Citadella warten wollten, wobei wir hofften, dass ev. noch ein Güterzug kam. Da es nun bereits ziemlich heiss war, setzten wir uns in den Schatten und machten von Zeit zu Zeit einen Rundgang auf die Brücke, um uns zu versichern, dass kein Zug am anbrausen war. Nach rund einer Stunde, sah ich dann erstmals eine GM. Wir stellten uns also auf, und erfreuten uns am zweiten Güterzug des Tages.
JZ 664 der SZ zwischen Moskanjci und Zamusani


Anschliessend sassen wir wieder in den Schatten, ehe ich rund eine halbe Stunde später wieder eine GM entdeckte. Irgendetwas war bei dieser jedoch komisch, sie kam nämlich nicht näher. Ein Blick auf die Uhr verriet uns dann, dass die wohl auf den Citadella wartet, der auch nur noch etwa 10 Minuten hin war. Wir entschlossen uns deshalb in den Kreuzungsbahnhof zu fahren, wo wir die GM gesehen hatten, um da beide Züge nebeneinander zu machen. Dort angekommen, stellte ich mich vis-a-vis vom kleinen Stellwerk auf und wartete. Kurz später kam dann der Stellwerker aus seinem Häusschen und rief mir etwas zu. Ich befürchtete schon, er wolle mich vertreiben. Als ich ihn fragte, ob er deutsch oder englisch spreche, meinte er, dass ich Acht geben sollte, denn gleich würde ein Zug von hinten und einer von vorne folgen. Ich nickt und der Herr lies mich fortan gewähren. Von hinten kam dann eine leer fahrende GM, es war die vom ersten Güterzug den wir am Morgen gesehen hatten.
JZ 664 der SZ in Moskanjci


Gleichzeitig, fuhr auf der anderen Seite der Ausweiche der Citadella ein. Wenn nun die leere GM auf der Höhe des Güterzuges, der schon drin stand, gewartet hätte, so hätte man 3 GM aufs Mal fotografieren können. Da dies jedoch nicht der Fall war, musste ich diese Szene nachträglich im PC nachstellen, was keine besonders schwere Aufgabe war.
JZ 664 der SZ in Moskanjci


Da war die Aufgabe des Stellwerkers schon fast schwerer, er musste nämlich nach der Durchfahrt der Lok, die Weichen aufschrauben, neu stellen, und wieder zuschrauben, und das alles an einem frisch modernisierten Bahnhof. Nach dem dann der Citadella am Güter vorbei war, sind wir noch schnell zur Brücke zurück, um dort den finalen Schuss der GMs zu machen.
JZ 664 der SZ zwischen Moskanjci und Zamusani


Tja das wars dann, denn mittlerweile wars gegen 11 Uhr und somit allerhöchste Eisenbahn an die Heimreise zu denken. Wir fuhren also bis Pragersko und ab da stetig nördlich bis zur Grenze. In Österreich kamen wir dann ziemlich schnell mal auf die Autobahn nach Klagenfurth. An Klagenfurth vorbei gings dann in Richtung Villach, wobei wir uns an der Raststätte am Wörthersee noch stärkten. Nach Villach gings dann erst Richtung Tauern und ab Spittal in Richtung Lienz, denn diesmal wollten wir uns auf keine Routenexperimente einlassen und den Weg durchs Pustertal nehmen. Im Pustertal haben wir dann nichts fotiert, kamen aber zur Einsicht, dass eine 464 wohl nie wieder in einer so schönen Landschaft machen kann, wenn dort oben einmal FLIRT fahren. Da die 464 aber eh eine hässliche Lok ist, und wir sowieso etwas im Stress waren (meine Mutter wartete mit dem Abendbrot), liessen wir es sein und strebten in Richtung Brenner. Auf dem Brenner gab es dann noch eine kleine Überraschung, da stand nämlich eine BR 216, wir sind also nochmals kurz ab der Autobahn und haben auch diese Lok noch im Bild festgehalten.
Baureihe 216 der DB in Brennero


Nach diesem kurzen Stopp, gings dann aber ohne weiteren solchen in Richtung Heimat. Ohne Problem überquerten wir diesmal den Arlberg und schon waren wir in Lichtenstein. Bei Nendeln fuhren wir dann über den BÜ, bei welchem wir während der EM mal standen. Schon wahnsinnig, wie schnell die Zeit vergeht, dachten wir uns, erst standen wir da am BÜ und waren voller Vorfreude auf die Ferien und schon waren wir wieder zurück. Die melancholischen Gefühle wurden dann aber wenig später durch Heimatgefühle aufgemischt, denn nun überquerten wir den Rhein und waren erstmals seit vier Wochen wieder in unserem schönen Heimatland. Die Heimat bedingte dann aber auch, dass man auf der Autobahn nur 120 schleichen konnte. Sehr langsam kam uns das nach 4 Wochen Osteuropa vor. Kurz nach 21 Uhr war es dann aber doch noch so weit, und wir fuhren bei mir in Freienbach vor. Meine Mutter wartet bereits ungeduldig mit dem Abendbrot und so hauten gleich Mal kräftig rein. Anschliessend machten wir noch aus, wann wir uns Morgen treffen um das Auto zurück zugeben, ehe auch Nil sich noch on the way home machte.

Montag 28.07.08
Heute Morgen war erst einmal eines angesagt: Schlafen. Als ich dann gegen 10 Uhr doch noch aufgestanden bin, gings zum Bahnhof GA holen, anschliessend zum Coiffeure, und zum Schluss auf die Bank. Auf der Bank wollte ich dann meinen 100-Lei-Schein wechseln, die Dame meinte jedoch, dass sie keine abnormalen Fremdwährungen nehmen würde. Na toll, was soll ich nun mit dem Spielgeld, dachte ich mir und packte die Note wieder ein. Anschliessend verlangte ich noch 300 Euro und da sah die Dame wohl, was auf meinem Konto im letzten Monat gelaufen war. Scheint ein guter Kunde zu sein, dachte sie sich wohl, auf jeden Fall meinte sie plötzlich, woher ich denn die Note hätte. Als ich entgegnete, dass ich sie in Rumänien aus einem Bankomat gezogen hätte, meinte sie plötzlich, dass sie sie ausnahmsweise nehmen würde. Von der Bank gings dann nach Hause zum Mittagessen, ehe ich mich auf den Weg nach Rüti machte. Dort holte mich der Nil ab. Zusammen fuhren wir schnell nach Hinwil an den Bahnhof, wo Nil sein GA holte, dann gings kurz zu ihm nach Hause, wo er noch 2-3 Sachen auszuladen hatten. Ich fragte ihn dann, ob er eine Stelle in seiner Region für die S5 kennen würde, denn auf dem Hinweg hatte ich den Werbe-DPZ gekreuzt. Er kannte eine Stelle, wusste jedoch nicht, ob die noch im Licht war. Wir fuhren deshalb einfach mal nach Bubikon, mussten jedoch feststellen, dass die Stelle nicht mehr im Licht war. Also sind wir ohne Foto weiter nach Rüti, wo wir den Chevy vom schlimmsten Dreck befreiten. Als der Tacoma wieder nach einem weissen Chevy aussah, fuhren wir dann nach Frauenfeld zum Ilg, wo wir die Schlüssel zurückgaben. Die Empfangsdame holte dann noch Herrn Ilg persönlich, denn wir mussten ja noch die Details zur Reparatur in Kroatien klären. Herr Ilg kam dann auch, und meint, es sei eine Sauerei, wie man uns in Kroatien behandelt hatte. Erstens hätten die uns einen Ersatzwagen stellen müssen und zweitens hätten sie die Kosten Chevy direkt verrechnen müssen. Anschliessend wurden wir dann nach unseren Auslagen gefragt, die die Panne hervorbrachte, worauf wir Handgelenk mal Pi auf etwa 400 Franken kamen. Diese zahlte uns Herr Ilg dann anstandslos und meinte, dass er die mal bei Chevy einfordert, jedoch nicht denke, dass er sie wieder bekäme. Vom Ilg gings dann zurück zum Bahnhof. Diesmal liessen wir uns natürlich fahren. Big Boss Heinz Ilg steckte seine Finger in den Mund und stiess einen lauten Pfiff aus, danach rief er den Namen seines Sohnes. Dieser tauchte kurz später auf, und Papa Heinz sagte ihm er solle uns im Tacoma an den Bahnhof fahren. Das Problem war nur, wir hatten hinten ja keine Sitze drin. So nahmen wir dann ein anderes Auto. Vom Bahnhof gings dann wieder in Richtung zu Hause. Tja und so ist nun wieder jeder zu Hause, wer nun aber denkt, das wars von den Ferien hat sich geschnitten, wir haben nämlich schon wieder gepackt, denn Morgen früh gehts mit dem Zug nach Weiden zu Christoph Hofbauer, dort gibts dann noch die Ehrenrunde zu den Ferien.

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